Tschüss, 2016!

2016 kann man beschreiben wie man möchte. Rückblickend war es für viele ein unglaubliches Jahr. Berühmte Persönlichkeiten traten ihren letzten Weg an, unter anderem David Bowie, Roger Cicero und George Michael. Die Fußball-EM und die olympischen Spiele gingen im Sommer 2016 über die Bühne und Leonardo DiCaprio hat seinen lang ersehnten Oscar gewonnen. Auch politische Ereignisse wie die US-Wahlen, Brexit und die Wahlverschiebungen in Österreich kamen nicht zu kurz. Überraschungen gab es jede Menge! Auch im Endspurt des Jahres hat 2016 nicht mit schlechten Nachrichten gespart. Das dieses Jahr in die Geschichtsbücher eingehen wird, ist unumstritten. 

Wie war euer Jahr? Habt ihr alle eurer Ziele erreicht? Oder seid ihr gerade in der Phase, in der ihr innerhalb von fünf Stunden 12 Kilo abnehmen wollt und nebenbei Chinesisch lernt? Ich verstehe euch, so ähnlich ging es mir auch schon des Öfteren. Rückblickend hat man doch mehr „Fehler“ gemacht, als man eigentlich wollte.  Aber im Endeffekt sollten wir das ganze Jahr so abschließen, wie James Blunt: Mit einer kleinen Portion Selbstironie.

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©Twitter/ James Blunt

Denn das Jahr 2016 ist in wenigen Stunden vorbei und somit Geschichte. Was uns 2017 alles erwarten wird, steht noch offen. Habt ihr schon Ideen oder sogar etwa neue Vorsätze? Vielleicht kann ich euch sogar inspirieren. 2016 habe ich jeden schönen Moment und jedes tolle Erlebnis „festgehalten“. Nein, dazu benötigt man keine Kamera oder Ähnliches. Ihr müsst auch nicht hungern oder gar Stunden an kostbarer Zeit investieren. Alles was ihr dazu braucht ist ein Glas, Papier und ein Stift. Jedes Mal, wenn ihr etwas Schönes erlebt, schreibt ihr es mit Datum auf und werft den Zettel dann ins Glas. Am Jahresende öffnet ihr es wieder und könnt euch alle Momente durchlesen.

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©elitale

Wie ihr seht, habe ich nicht damit gespart, diese Momente auf Papier festzuhalten. Jetzt freue ich mich sehr darüber, denn ohne dieses Glas hätte ich die Hälfte meiner Erlebnisse schon wieder vergessen. Vielleicht könnt ihr das nächstes Jahr um die Zeit auch behaupten! 

Ich wünsche euch jedenfalls einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017, eine brausende Silvesternacht und viel Gesundheit. Außerdem freue ich mich schon darauf, meinen fleißigen Lesern wöchentlich neue Beiträge bieten zu können. Aber zuerst muss ich trinken: Auf euch, auf mich und auf 2017!

Bussi Baba und bis bald,

Melanie

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„NEW YEAR- NEW ME“ BULLSHIT

Da nur wirklich hartgesonnene Realisten sich heute Abend vor Mitternacht ins Bett verkriechen werden, weil es rein theoretisch doch nur ein „ganz normaler“ Tag ist, wird  jedenfalls der Rest der mitteleuropäischen Bevölkerung zur ziemlich gleichen Zeit unkontrolliert Alkohol zu sich führen. Während man  mit einem Sektglas in der Hand und einem gestörten Gleichgewichtssinn in irgendeinem Wohnzimmer sitzt, macht man sich doch Gedanken über seine mehr oder minder guten Neujahrsvorsätze. Und nachdem man schon beim zweiten Versuch, den Countdown runter zuzählen, bei fünf gescheitert ist, weil man seinen kompletten Inhalt des Glases auf den Teppich verschüttet hat, nimmt man sich vor, auch den gänzlichen Verzicht auf Alkohol in die lange Liste zu integrieren.

Die Hälfte der guten Gedanken hat man spätestens am 1. Januar des neuen Jahres verdrängt oder schlichtweg vergessen, weil man zu beschäftigt ist, sich selbst zu bemitleiden und man auf Google Begriffe eingibt wie „Kann man an einem Kater sterben?“ oder „Wie viele Gehirnzellen opfert man für eine Flasche Wodka?“. Kurzum: Die meisten Leute fühlen sich am ersten Tag des Jahres einfach nur beschissen. Es hilft auch nichts, wenn man schon am 30. Dezember trinkt, um aufgewärmt und vorbereitet zu sein. Denn dann fühlt man sich am Jahresanfang einfach so, als müsste man jeden Moment einen Priester anrufen und um  die letzte Krankensalbung betteln, bevor man elendiglich zu Grunde geht.

Wer dann also den „schrecklichsten“ Tag des Jahres überlebt, die Wohnung und eventuell auch sich selbst wieder aufgeräumt hat, startet dann in die nächste, alljährliche Phase. Nämlich die Zeit, in der man noch so motiviert ist, seine Pläne in die Realität umzusetzen. Ob man nun täglich Sport macht, sich gesünder ernährt, statt Koks nur mehr Weed konsumiert oder vielleicht einfach nur netter zu seinen Mitmenschen sein will: Spätestens im Februar  hat jeder den Hut geworfen und lebt sein altes, lahmes Verhaltensschema wieder in vollen Zügen aus.

Also für was sollte man sich nun wirklich Neujahrsvorsätze zurechtlegen, wenn man sich damit einfach nur selbst verwirrt und jemand ist, der man eigentlich gar nicht wirklich sein will?  Auch wenn ich mir in diesem Moment vornehmen würde, regelmäßig einen Blogpost nach dem anderen rauszuhauen, würde ich es schlicht und einfach nicht tun.

Auf diese Erkenntnis trinke ich jetzt auf mich, euch und alle verdrängten guten Vorsätze  der letzten Jahre.

Bis nächstes Jahr und einen guten Rausch wünsch ich euch!

Melanie