Warum ich heute nicht wählen gehe

Weil ich nicht in Österreich bin und deshalb meine Stimme vorab per Briefwahl abgegeben habe.

Das ist auch der einzig legitime Grund, nicht seinen hübschen Hintern aus dem Bett zu schwingen und ins Wahllokal zu pilgern. Egal wie faul du bist, oder was du sonst heute noch so vorhast: Geh wählen!

Es ist immer wieder die alte Leier, aber anscheinend ist es doch vielen Menschen scheißegal, was mit dem Land passiert, in dem sie leben.

Demokratie ist NICHT selbstverständlich und ein Privileg, welches man nutzen MUSS.

Auch die Ausrede, dass Politik doch sooo kompliziert sei und man keine Ahnung hat, was das Richtige für einen ist, gilt schon lange nicht mehr. Wir leben in einer Zeit, in der man einfacher Informationen bekommt als je zuvor. Bisserl Hirn einschalten und lesen, dann weiß man auch ungefähr, worum es geht. Zukunftsorientiertes Denken – und nicht nur bis zum nächsten Wochenende.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Geh wählen! Tu was für dich selbst und nutze deine Stimme!

 

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Die Qual vor der Wahl

Österreicher wählen so gerne, deshalb tun wir das jedes Jahr. Oder manchmal zweimal pro Jahr, kommt natürlich auf das Ergebnis an. Jedenfalls schwirren mir vor den Wahlen immer Gedanken im Kopf herum, die vielleicht nicht immer ganz moralisch vertretbar sind. Bitte nehmt mir meinen Humor nicht böse, ich kann nichts dafür.

10 Gedanken vor der Wahl in Österreich

1. Streber

Matthias Strolz war bestimmt der, der in der Schule immer seine Referate als Erster vorbereitet hatte.

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2. Achtung: Verwechslungsgefahr!

Insider-News: Nein, HC Strache und MC Fitti sind NICHT Kay und Pietro, auch wenn es zugegebnermaßen in lyrischer Hinsicht einige verblüffende Ähnlichkeiten gibt..

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3.Prince Charming

Ehrlich gesagt warte ich nur noch auf kreischende Fans im ORF-Studio oder zumindest einen Werbeauftrag für Sebastian Kurz als neues Gesicht von Kinderschokolade.

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4. FL -WER?

Wer seid’s ihr? Warum kommen bei Google Bildersuche auch Fotos von Flöhen, wenn man den Parteinamen eingibt? Und ist Politik für Pensionisten quasi sowas wie der Kellner-Job für Studenten?

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5. Der Moment…

…wenn man realisiert, dass „man sich holen muss, was einem zusteht“. Auch, wenn man es lieber nicht haben möchte. #causasilberstein

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6. Es grünt so grün…

Das einzige was bei Frau Lunacek blau sein darf, ist ihr fancy Glitzer-Lidstrich!

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7. Sponsoring

Jetzt einmal ehrlich: Nutzt die KPÖ ihr Werbebudget lieber für die wahlkabine.at als für Wahlkampf-Plakate oder wie lässt sich das sonst erklären?

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8.Werbung in der Werbung

Politikertrend 2017: Sich in der eigenen Wahlwerbung lustig über andere Parteien machen.  #vollerwachsen

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9. Der gemeine ORF…

Da spart man schon die Kosten für Wahlplakate und lässt nur eines drucken. Schon hat man den Salat: Abrupt werden für einen nicht einmal mehr die GIS-Gebühren verwendet. Geh leck!

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10. Aber am Wichtigsten in Österreich:

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Kleiner Vermerk: Ich besitze keine Rechte an den Bildern. Das ist keine versteckte Wahlempfehlung und soll rein der Unterhaltung dienen. Also bitte spart euch böse Kommentare und lacht lieber ein bisserl!

Viel Spaß beim Wählen,

Melanie

Flirt Tipps für die Festl-Zeit

Letzte Woche gab es von mir jede Menge Tipps für das perfekte Styling im Dirndl. Um die Männer nicht zu vernachlässigen, gibt es diese Woche einfach ein paar Flirttipps für die nächsten Festl. Denn liebe Männer, auch hier habt ihr wieder einen Vorteil: In Lederhose mit passenden Hemd (oder manchmal sogar T-Shirt) kann man nicht viel falsch machen! Beim Flirten mit 2 Promille allerdings schon, deshalb…

5 Tipps um das perfekte Dirndl kennenzulernen

1.Der Schleifenprofi

Du siehst ein Mädel, aber die Schleife ihres Dirndls ist auf der rechten Seite ? Kein Problem, du gehst einfach hin, sagst „Servus Puppe“ und öffnest die Schleife, um sie links wieder zuzubinden. Voraussetzung dafür: Schleifenkenntnisse und ein kaltes Bier, mit dem du den roten Abdruck von ihrer flachen Hand in deinem Gesicht kühlen kannst.

2.Der Verschütter

Wer bei einem Festl nüchtern bleibt ist entweder Autofahrer oder hat im Leben sowieso verloren. Weil man sich mit ein paar Promille oft dümmer anstellt als man ist, kann man das einfach ausnutzen. Man geht beim Objekt der Begierde vorbei und verschüttet „unabsichtlich“ etwas vom Getränk auf die Dirndlschürze. Ganz wichtig: Es muss die Schürze sein, die kann frau dann am besten waschen. Nachdem dir das „passiert“ ist, kannst du ihr die Schürze ausziehen und ganz charmant sagen: „Du, ich hätt‘ bei mir daheim eine Waschmaschine. Fahrst mit?“ Dank mir später.

3.Der Prüfer

Das Objekt der Begierde sollte für diesen Trick ruhig stehen oder zumindest in ein Gespräch vertieft sein. Dann gehst du einfach von hinten hin, hebst ihren Dirndl-Rock hoch und schreist: „Ich bin von der TÜV, ich muss was prüfen!“ Entweder sie ist dir mit Haut und Haar verfallen, oder du solltest ganz schnell rennen.

4. Der Kenner

Zielstrebig und selbstbewusst steuerst du auf die Frau deiner Träume zu. So weit, so gut. Dann schaust du ihr lange in die Augen und sagst: „Du, i glaub i kenn di.“ Wenn sie mit „I kenn di vom mein Handy“ antwortet, dann solltest du die Mission abbrechen. Sie könnte nämlich wirklich deine Traumfrau sein, also verhaue es nicht. Falls sie aber etwas anderes sagt, antwortest du: “ Aso, deine Augen passen zu meiner Bettwäsche. Komisch, ich hab glaubt, du warst letzte Woche auch bei mir. Ich sollt einmal Bettwäsche wechseln!“ Glaub mir, sie wird auch in deinem Bett liegen wollen.

5.Der Auszieher

Was soll man sagen? Die Methode ist unumstritten das Attraktivste, was ein Mann auf einem Festl machen kann. Komischerweise ist es auch genau das, was Männer bei Festen wo Alkohol fließt immer gerne machen: Sich ausziehen. Für die Schüchternen das T-Shirt, für ganz Mutige dann einfach alles. Aus Beobachtungssituationen weiß ich auch, dass der Typ, der am wenigsten Kleidungsstücke am Körper hat, nie alleine nach Hause fährt. Ob dann in Begleitung einer hübschen Frau oder drei netten Männern mit Handschellen, ist wieder ein anderes Thema!

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß und vor allem Erfolg mit meinen Tipps! Warum es diesmal nur fünf sind? Nun ja, man muss die Feste feiern wie sie fallen, deshalb befinde ich mich auf investigativer Recherche-Reise, um euch bald wieder super Tipps liefern zu können!

Bis bald und Prost,

Melanie

 

Unnützes Wissen zum Angeben

Im Urlaub hat man viel Zeit nachzudenken. Wenn man aber im Jahre 2017 lebt, hat man noch mehr Zeit, um zu googeln. Oft ist Google wie eine Packung Dragee Keksi: Man würde gerne aufhören, kann aber nicht. In meinem Fall endet das dann in einem großen Überfluss an Informationen, die niemanden interessieren, aber die man einfach gerne loswerden würde. Deshalb gibt es heute von mir…

10 unnütze Fakten, die man trotzdem nie wieder vergessen wird

1.Nicht überall in Europa werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt.

Die Isländer pfeifen schon seit 1968 auf die Zeitumstellung. 2011 folgt Weißrussland und 2014 Russland. In diesen Ländern herrscht die ewige „Winterzeit“.

2.Nutella hat einen Lichtschutzfaktor von 9,7

Empfehlenswert ist der beliebte Brotaufstrich als Sonnencreme trotzdem nicht. Nutella klebt, zieht nicht richtig ein und lockt Insekten an. Außerdem ist eine Sonnencreme erst ab LSF 20 wirklich schützend.

3.Der Eiffelturm ist im Sommer höher als im Winter.

Eisen dehnt sich bei Hitze nämlich aus und somit ist das Wahrzeichen sogar 15 bis 30 Zentimeter höher als im Normalzustand.

4.Man muss ungefähr 50 Mal am Eis schlecken, bis man es aufgegessen hat.

Kann man gerne austesten, es gibt weitaus schlimmere Selbstversuche!

5.In Japan können auch Stofftiere Urlaub machen.

Das japanische Reisebüro Unagi Travel schickt Teddy & Co auf Urlaub. Der Besitzer kann die Reise des Bärchens über Facebook mitverfolgen. Super Idee für alle, die selbst keine Zeit für eine Reise haben.

6.1905 wurde das Eis am Stiel erfunden.

Der Kleine Frank Epperson ließ seine hausgemachte Limonade im Winter draußen stehen und vergaß einen Stiel im Glas. Voila, die Geburtsstunde für Jolly, Twinni & Co.

7.Wenn wir schon bei Eis sind: „Baby Gaga“ist eine Eissorte aus Muttermilch.

Diese erfreute sich in einem Londoner Café zwar bei den Gästen an großer Beliebtheit, wurde aber nach kurzer Zeit von den Behörden verboten.

8.In den Ferien sinkt der IQ.

Aber keine Panik, selbst in den neun Wochen Sommerferien geht Studien zufolge nicht mehr als ein IQ-Punkt verloren – und der ist im Rest des Schuljahres schnell wieder eingeholt. Bei den meisten Personen jedenfalls…

9.Die Sonne macht fast 100 Prozent unseres Sonnensystems aus.

Wir sind also eigentlich Sonne. Oder die Sonne 109 Mal die Erde. Wie man sich das eben besser vorstellen kann!

10.Der Frisbee wurde in den 1870er Jahren erfunden…

…und war eigentlich als Blechtortenplatte gedacht. Die Bäckerei „Frisbe Pie Company“ verkaufte Kuchen in runden Tortenformen. Mit den weggeworfenen Tortenformen begannen Kinder vor der Bäckerei zu spielen und erfanden dadurch den heutigen Frisbee.

 

Viel Spaß beim Angeben mit eurem neuen Wissen und eine schöne, restliche Sommerzeit!

Eure Melanie

Österreich raucht aus

Eines der letzten „Raucherparadiese“ Europas: Ein fragwürdiges Kompliment für Österreich, vor allem anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31.05.2017. Letztes Jahr wurde nach langem hin und her beschlossen, dass ab Mai 2018 in Österreich alle öffentlichen Orte, wo Speisen und Getränke hergestellt, verarbeitet, verabreicht oder konsumiert werden, rauchfrei sein müssen.

Jeder Österreicher kennt es: Man geht am Samstag „eh nur einen Sprung fort“ und wacht Sonntag dann mit fünf neuen Brandblasen und als lebende Tschick wieder auf. Im Endeffekt bereut man nicht das letzte Glas Spritzer, sondern viel mehr die Tatsache, dass man die ganze Kleidung im Schlafzimmer liegen gelassen hat. Die lässt sich übrigens super wiederverwenden, in dem man sie nochmal anzieht um für das Mittagessen ins Gasthaus zu gehen. Vorausgesetzt, man hat sich am Vortag nicht ang’spieben, eh kloa!

Außerdem ist es selbstverständlich, dass man in Österreich ab 16 Jahren Zigaretten kaufen darf. Der ganze Spaß soll aber auch ein Ende finden: Laut einem Beschluss der Jugendreferenten der Bundesländer soll das Alterslimit für den Zigarettenkauf auf 18 Jahre angehoben werden, und das Mitte 2018. Übersetzt: Die Jahrgänge nach 2000 können sich jetzt das Anfangen mit dem Rauchen ersparen, weil es schließlich noch dauert, bis sie ihre eigenen Tschick kaufen können. Oder die älteren Jahrgänge nutzen das Privileg der Volljährigkeit und handeln mit Zigarrettenpackungen á la „Oida, i hätt do wos für di, nur 10 Euro pro Packerl!“ Über die moralische Vertretbarkeit muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Die Meinungen über die neuen Beschlüsse sind natürlich nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in der Politik geteilt. Während SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger 2016 von einem „historischen Beitrag zur Steigerung der Gesundheit der Menschen in Österreich“ sprach, argumentierte die damalige Klubobfrau des Team Stronachs Waltraud Dietrich damit, dass man  „nicht alles, was die Gesundheit gefährdet, aus dem Leben entfernen kann.“ Was Alexander van der Bellen als Bundespräsident und bekennender Kettenraucher dazu sagt, würde den einen oder anderen vielleicht auch interessieren.

Die einzige Frage, die ich mir nun stelle: Warum dauert das alles so lange? Warum müssen Gastronomie-Betriebe zuerst in getrennte Raucher-Lokalteile investieren, wenn sie ein paar Jahre später sowieso alles auf Nichtraucher umstellen müssen? Warum kann das Jugendschutzgesetz nicht so schnell wie möglich geändert werden, sondern wird erst „irgendwann Mitte 2018“ in Kraft treten? Aber Hauptsache es kleben die unnötigen Bilder auf den Zigarettenschachteln, denn deshalb haben bestimmt schon viele mit dem Rauchen aufgehört…

Bussi Baba,

Melanie

Felix fliegt nun ohne Fallschirm

Felix wer? Ach stimmt, der Baumgartner, der seine Freundin gerne in ein Möbelstück verwandelt, wenn es einmal schnell gehen muss. Als Stratosphärenspringer kann es vorkommen, dass die Sauerstoffversorgung des Gehirns zu kurz kommt. Bei 39 Kilometer im freien Fall auf die Erde könnte natürlich durchaus Schlimmeres passieren. Blöd nur, wenn der eigene Weltrekord zwei Jahre später von einem Wissenschafter gebrochen wird und die ganzen Bemühungen umsonst waren…

Was macht man dann? Richtig, man redet über Politik, merkt aber, dass man selbst dafür zu unsympathisch ist und befürwortet eine „gemäßigte Diktatur“, weil man „in einer Demokratie nichts bewegen könne“. Wenn also aus der Politikerkarriere auch nichts wird, bleibt einem nur mehr eines übrig: Ein sexistisches Arschloch auf sozialen Plattformen zu werden. Respekt, funktioniert bis jetzt super!

Jüngstes Beispiel ist die Kritik an der Kritik von Puls- 4-Infochefin und Moderatorin Corinna Milborn. Richtig gelesen: Die Kritik an der Kritik. Gehört quasi zum guten, österreichischen Ton. Die Diskussion wurde durch die Osterwerbung von Palmers angestiftet, worauf Corinna Milborn kritisch reagierte. Auf dem Bild sind sechs, nur mit Unterwäsche bekleidete Frauen zu sehen, die bäuchlings in einem schmutzigen Raum auf einem alten Teppich Palmers-Höschen präsentieren. Die Werbung erinnert Frau Milborn an ihre „Recherchen zu Menschenhandel“ und „so eine Ästhetik“ sei für Werbung „sehr unpassend“. Die Krone berichtete unter anderem über ihre Kritik, sowie über das Statement von Bundeskanzlersohn Nikolaus Kern, Journalistin Nina Horaczek und weiteren Persönlichkeiten. Den ganzen Artikel der Krone dürfte sich Felix Baumgartner dennoch nicht durchgelesen haben, denn der wetterte prompt auf seiner Facebook-Seite nur über Corinna Milborn:

©Facebook: Felix Baumgartner

Soso, er springt da „gerne mal dazwischen rein“. Frau Milborn kann wirklich froh sein, das er sie nicht sofort anspringen will, sondern nur ihre Figur kritisiert. Aber machen Sie sich nichts daraus, Frau Milborn, kein Wunder, wenn jemand „Born to fly“ ist. Nämlich „Born to fly into a Fettnäpfchen“. Aber vielleicht wird es doch nochmal spannend zwischen den beiden, denn Felix Baumgartner hat „doch sicher die Eier, sich der Diskussion zu stellen“ in der PULS4-Sendung „Pro und Contra“. Bis dahin würde ich ihm nur gerne ans Herz legen, dass „Weltklasse“ ein Substantiv ist und man es groß schreibt. Aber was weiß ich als Frau schon? Ich gehöre in die Küche und zwar als Esstisch-Ersatz.

 Bussi baba,

Melanie

Bist deppert?!

Die Nachbarländer Österreichs verbinden die Bewohner des Landes mit typischer Tracht, gutem Essen und einer herausragenden Freundlichkeit. Letzteres wirkt aber meist nur auf Touristen so, denn Österreicher schimpfen und fluchen was das Zeug hält. Ein schlechtes Gewissen haben wir dabei übrigens auch keines, du Dodel!

10 Schimpfwörter, die jeder Österreicher kennt

1.Rotzpippn

Meist eine Umschreibung für besonders freche Kinder. Kann aber auch liebevoll verwendet werden. Wurdest du aber mindestens einmal so früher genannt, kannst du davon ausgehen, dass deine Kindheit toll war und du ziemlich viel erlebt hast.

2.Falscher Fufzger

Wortwörtlich „Falscher Fünfziger“, also Falschgeld. In Österreich aber ein Synonym für eine scheinheilige, falsche Person. „Pass auf, des is a falscher Fufzger!“, hört man nicht selten.

3.Flitscherl

„Leichte“ Frau oder auch Prostituierte. Meist aber eine Frau mit der Moral eines Mannes, wenn ihr versteht, was ich meine.

4.An Klescher hom

Auf Hochdeutsch:“ Einen an der Waffel haben.“ Meist in der Kombination verwendet:“ De Oide hot jo an Klescher!“

5.Schiagnganger

Dieses Wort sollten auch nur Menschen aussprechen, die dem österreichischem Dialekt mächtig sind.  Ihr könnt es zwar versuchen, aber auch dann wird es sich nie so anhören, wie es eigentlich sollte. Die Grundübersetzung dazu lautet aber „Petze“.

6.Sauwabn

Wiederum eine Beschimpfung für eine besonders dumme, nervige Frau. Lässt sich auch mit „depperte Bixn“, „Funsn“ oder „blede Fuffi“ umschreiben.

7.Keifn

Entweder ein ständig bellender Hund oder eine ständig schimpfende (meist ältere) Frau. Wie ihr merkt: Schimpfwörter für Frauen gibt es wie Sand am Meer.

8.Tschopperl

Einfach jemand, der etwas dumm und tollpatschig ist. Kann aber auch nett gemeint sein, und muss nicht unbedingt als Schimpfwort dienen.

9.Kraxn

Schimpfwort für ein altes Auto, welches hin und wieder den Geist aufgibt und nicht mehr so funktioniert, wie man will. Übrigens: Wenn jemand sagt, dass er „neiche Reifen“ hat, kann derjenige auch seine neuen Schuhe damit meinen und nicht zwingend die neue Auto-Ausstattung.

10.Wappla

Das wohl bekannteste, österreichische Schimpfwort. Der „Wappla“ ist einfach ein sehr dummer Mensch ohne logischem Verstand.

Genug gelernt für heute! Wer noch mehr schimpfen will, muss entweder nach Österreich fahren oder sich das Wörterbuch „Der kleine Wappler“ holen. Vielleicht seid ihr bald richtige Aunzahra in diesem Gebiet!

 

Bussi Baba,

Melanie

 

Zur Wahl, bitte!

Unglaublich. Das ist das einzige passende Wort, dass mir persönlich zum politischen Jahr 2016 in Österreich einfällt. Ein Wahlkampf, der sich durch Anfechtungen und mangelhaften Kuverts auf lange 11 Monate hinauszögerte. Ein immer größer werdender Unmut innerhalb der Bevölkerung dürfte keine Überraschung sein. Brauchen wir denn überhaupt einen Bundespräsidenten? Ich weiß, ich habe in den letzten Monaten nicht mit Satire-Beiträgen und Witzen über die österreichische Regierung gespart. Deshalb wird es spätestens einen Tag vor der Wahl Zeit, einmal ernsthaft auf das Thema aufmerksam zu machen.

Ich könnte hier einen endlos langen Kommentar verfassen, in dem ich euch meine Meinung aufzwinge. Die Befürworter meiner Meinung würden den Beitrag bejubeln, die Gegner würden sich den Text entweder gar nicht fertig durchlesen oder mir eine Hass-Nachricht auf Facebook schreiben. Ich könnte auch kurz und knapp sagen, dass jeder zur Wahl gehen sollte und dabei hoffen, dass es sich vielleicht ein bis zwei Leser zu Herzen nehmen. Beides wäre für mich eine reine Zeitverschwendung, denn ich hätte auch einen Beitrag schreiben können, womit ich meinen Lesern wenigstens ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Macht übrigens auch mehr Spaß, als sich mit den Problemen der Welt auseinanderzusetzen!

Der Internationale Währungsfond (IWF) verglich 2015 zum wiederholten Mal die Kaufkraft der Gesamtbevölkerung in 185 Ländern weltweit. Österreich landete in dieser Auswertung auf Platz 16. Was ich damit sagen möchte? Uns geht es gut! So gut, dass wir uns sogar lächerliche Witze über unsere Regierung erlauben können, weil wir sonst keine Sorgen haben. Wir haben anscheinend sehr oft vergessen, dass ein Dach über dem Kopf, ein gefüllter Kühlschrank und das Recht auf eine funktionierende Demokratie und Meinungsfreiheit keine Selbstverständlichkeiten sind.

„Ich geh net wählen, sind eh alle deppert“, ist ein Satz, den ich in letzter Zeit öfter höre, als mir lieb ist. Aber die Leute sind mir immer noch lieber, als die, die ihr Kreuzerl mit dem Abzählreimverfahren setzten. Vielleicht wäre es eine Idee, eine Art Sicherheitsfrage vor dem Wahllokal zu stellen: „Wer ist unser Bundeskanzler? Oder kennen Sie den Außenminister von Österreich?“ Allein durch diese einfachen Fragen könnte man herausfinden, ob sich der Wähler wenigstens ein bisschen für Politik interessiert. Denn es ist viel schlimmer, uninformiert zur Wahl zu gehen, als gar nicht!

Ich glaube, dass es heutzutage mehr Leute gibt, die schon einmal die Bibel gelesen haben, aber kein vollständiges Wahlprogramm. Sich über Zeitungsartikel und Fernsehbeiträgen zu informieren, ist schon einmal ein Anfang, aber diese Informationen gehören immer hinterfragt. Allein das TV-Duell der beiden Kandidaten am Donnerstag erinnerte mich eher an „Zwei bei Kallwass“ als an eine sachliche, politische Diskussion. Nach den ersten fünf Minuten wurden „Foul“, „Nazi“ oder „Lügner“ zu den Lieblingsworten beider Kandidaten erkoren. Auch die letzten Versuche der ORF-Journalistin Ingrid Thurnher, die ganze Debatte wieder auf ein gerechtes Niveau zu bringen, scheiterten kläglich. Hätte man diese Diskussion zur Primetime auf RTL 2 übertragen, wären die Quoten hundertmal besser gewesen als bei „Frauentausch“.

Sich in so einem Duell ein Bild über beide Kandidaten machen zu können, ist schwierig. Aber für eine letzte Recherche ist es noch nicht zu spät, denn sowohl Norbert Hofer als auch Alexander Van der Bellen haben beide ihre Ziele in einem kompakten Programm auf der jeweiligen Website gestellt. Diese dann auch noch zu hinterfragen und zu bewerten, ist jedem selbst überlassen. Man darf nicht alles glauben, was einem für gut verkauft wird!

Vielleicht meint nun auch der eine oder andere, dass das alles schön und gut sei, aber keiner der beiden Kandidaten trotz Recherche wirklich als Präsident geeignet ist. Verständlich, aber manchmal muss man eben Kompromisse eingehen und quasi das kleinere Übel wählen. Wenn man Hunger hat und nichts Anderes als Brokkoli oder Karfiol im Haus ist, muss man sich auch entscheiden. Denn egal was passiert, einer der beiden wird ab morgen unser Bundespräsident sein, und so die Zukunft von Österreich mitbestimmen.

Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim Kreuzerl setzen und übrigens, Lugner ist keine Alternative mehr. Da seid ihr selber Schuld,

Eure Melanie

US-Wahlen: Flüchtlingsansturm auf Europa

Seit den frühen Morgenstunden strömen tausende US-Flüchtlinge Richtung Europa. Grund dafür ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump, der mit seinem überraschenden Sieg eine Massenpanik auslöste. 

„Ick hab kene Zeit. Ick bin völlig überfordert, dit sehen Sie ja!“, so ein Sicherheitsbeamter am Flughafen Berlin Tegel, der seit Stunden diverse Twitter-Accounts von ankommenden Flüchtlingen auf „Pro – Trump“- oder „Grab ‚em by the pussy“-Tweets untersucht. Bundeskanzlerin Merkel äußert sich, wie immer, dazu nur folgend: „Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“ Und hinter vorgehaltener Hand zu Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Regel du das, ich muss schnell weg. Obama kommt auch, der hat über Google Earth gesehen, das im Kanzleramt wieder einmal total viel Dreck rumliegt.“

 Auch in Österreich ist die Situation angespannt. Nicht nur tausende antibiotikaresistente Amerikaner, sondern auch hoher Besuch trudelt langsam ein. Neben Larissa Marolt und Christoph Waltz soll sich auch schon Arnold Schwarzenegger samt Familie und Haushälterin auf den Weg gemacht haben. Diese Information sorgte für helle Aufregung in der Wiener Hofburg, wo derzeit ein Krisengespräch zwischen den beiden Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen stattfindet. „Jetzt, wo Herr Schwarzenegger wieder in Österreich ist, befürchten die beiden Kandidaten große Konkurrenz bei der kommenden Wahl. Daher planen sie eine Anfechtung. Nur für den Fall der Fälle!“, so ein Sprecher der Hofburg. Der Einzige, der der Situation freudig entgegenblickt, ist Richard Lugner. Ihn trifft die Redaktion vor dem BIPA in der Mariahilfer Straße: „Ei sink this is mei tschänz: Neva sej neva! Aber jetzt müssens mich gach entschuldigen, ich brauch noch einen Selbstbräuner.“

 Während dem ganzen Chaos in Europa klingelte pausenlos das Telefon im Wiener Hofburgs Sekretariat, wo derzeit aber aufgrund der Ausnahmesituation nur Dauerpraktikant Bernd L. vertreten ist. „Der Herr Trump hat ständig angerufen, bis ich mal abgehoben hab. Der wollt wissen, bei welcher Firma wir unsere Wahlkarten drucken haben lassen. Er hat nämlich gehört, dass die auch einen super Zement produzieren. Ich kann net so gut Englisch, deshalb hab ich ihm auch net sagen können, des das garantiert nix wird. Soll sich sein Praktikant drum scheren, mir is des wurscht!“

Hallo, ich bin’s!

Acht Wochen: Ich kann es drehen und wenden wie ich will, auf mehr komme ich nicht. 53 Wochen hat das Jahr 2016, acht Wochen davon bin ich zu Hause. Also, so wirklich zu Hause, in Österreich eben. In der Zeit freue ich mich eigentlich immer darauf, Leute zu treffen, die sich freuen, dass sie mich sehen. Obwohl ich nun schon bald ein Jahr nicht mehr zu Hause wohne, gibt es jedoch immer lustige Konversationen zwischen manchen Mitmenschen und mir, die ich mir lieber ersparen würde.

10 Sätze, die ich regelmäßig zu hören bekomme, wenn ich zu Hause bin

 

1.“Ach, du bist’s ja wirklich!“

Wer soll ich sonst sein?

 

2.“Hast mich vermisst?“

Freundlicher Verweis auf Yep, still NOT in Berlin! Nein, ich tue es ein Jahr später immer noch nicht.

 

3.“Du bist meine Lieblingsdeutsche!“

Stopp! Nur weil ich länger in Deutschland bin, bin ich keine Deutsche. Ich war auch schon einmal etwas länger im Meer, und bin noch immer kein Fisch.

 

4.“Was machst du denn da?“

Leben, atmen und jetzt anscheinend auch mit dir reden.

 

5.“Du studierst Journalismus oder? Also da einen Job zu kriegen ist sehr schwer…“

Macht nix, da ich ja noch die österreichische Staatsbürgerschaft habe, lieg‘ ich eh euch auf der Tasche.

 

6.“Hast gar keine Angst, so ganz allein? Was da alles passieren kann…“

Nein, keine Sorge, ich werde schon niemanden was antun.

 

7.“Wo bist du jetzt eigentlich daheim? Österreich oder Berlin?“

Nehmen wir einmal an, du könntest nur deine rechte oder deine linke Hand behalten. Für welche würdest du dich entscheiden?

 

8.“Kannst‘ schon langsam Deutsch?“

Äh, was habe ich davor gesprochen? Hindi?

 

9.“Du bist schon ziemlich oft daheim…“

Nachvollziehbare Aussage für jemanden, der selbst immer zu Hause ist!

 

10.“Hast du noch immer kein Heimweh?“

Nein, nur Angst vor der Abschiebung.

 

„Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern.“

Johann Heinrich Jung-Stilling

 

Bis bald,

Melanie