Ehrenplatz im Gepäck

Bevor man in den Urlaub fährt, macht man sich unglaublich viele Gedanken: Was packe ich ein? Reichen fünf Paar Schuhe für drei Tage? Und kann ich eigentlich mit Trockenshampoo überleben oder muss ich wirklich meine teuren Haarpflegeprodukte einpacken? Vor allem wenn es Richtung Partyurlaub geht, vergisst man gerne die essentiellen Dinge. Und nein, ich spreche jetzt nicht vom Lieblingsshirt, sondern von der Reiseapotheke!

Letzte Woche habe ich euch schon erklärt, was man vor dem Urlaub tun kann, um sich abzusichern, falls man doch einmal krank werden sollte und einen Arzt benötigt. Wer aufmerksam gelesen hat, weiß, dass auch hier schon empfohlen wurde, sich unbedingt eine Reiseapotheke zuzulegen. Heute dreht sich also alles um die kleinen Wehwehchen, die man ganz ohne Doktor wieder in den Griff bekommen kann. Vorausgesetzt natürlich, man ist vorbereitet.

Aber was macht man am besten, um erst gar nicht krank zu werden? Viele Lifestyle-Magazine raten, sich unbedingt vor dem Urlaub so wenig Stress wie möglich zu machen. Dr. Christoph Schweighofer von der Ärztekammer Steiermark sieht das anders: „Stress vor dem Urlaub zu vermeiden ist quasi unmöglich. Allein das Koffer packen kann zu Stress führen, geschweige denn die letzten paar Arbeitstage vor einer Reise. Hauptsächlich ist es wichtig, die vorgeschriebenen Impfungen lange bevor man eine Reise plant bei seinem Hausarzt zu holen.“

Impfungen gegen Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden, die häufigsten Gesundheitsprobleme der Urlauber, gibt es aber leider noch nicht. Diese sind aber die häufigsten Urlaubserkrankungen der Reisenden. „Eine Reiseapotheke muss man individuell zusammenstellen, da kann Ihnen auch am besten der Hausarzt weiterhelfen. Auf alle Fälle müssen Routinemedikamente ins Gepäck. Was ich immer empfehle sind Fieber- und Schmerzmittel, Medikamente gegen Magen-Darm-Probleme, Medikamente gegen Sonnenbrand und eventuell Antiallergiker“, erklärt Dr. Schweighofer.

Für eine gute Reiseapotheke sollte man daher circa 60 bis 100 Euro einberechnen, was natürlich abhängig von der Anzahl der Personen ist, die mit dieser Reiseapotheke versorgt werden sollen. Auch ist es wichtig, die Medikamente regelmäßig auszutauschen und nach dem Ablaufdatum zu entsorgen. Denn abgelaufene Medikamente schaden dem Körper meist mehr als sie Nutzen bringen. Wenn es in die Sonne und den Süden geht, sollte man aber vorsorglich immer genügend Sonnenkosmetika einpacken- eine Selbstverständlichkeit, die aber gerne zu Hause vergessen wird.

Einen letzten wichtigen Tipp hat Dr. Schweighofer noch: „Falls man etwas zu Hause vergisst, oder dann doch zu wenig dabei hat, sollte man vor der Reise immer Bilder von seinen Medikamenten machen. Die Fotos kann man dann im Urlaubsland dem Apotheker zeigen, damit der sich ein genaues Bild machen kann, was von Ihnen eingenommen wird.“ Auch bei sprachlichen Komplikationen kann der Apotheker so den Wirkstoff erkennen, und gegebenenfalls ein ähnliches Medikament mit gleichem Wirkstoff verordnen.

Also am besten etwas Platz im Koffer machen und ein paar Euro in der Apotheke ausgeben: Dann kann dem Traumurlaub nichts mehr im Wege stehen!

Schönen Urlaub,

Melanie

 

Reisen ohne Sorgen

Sommerzeit ist Urlaubszeit: Laut einer Studie der Ersten Bank gibt jeder Österreicher rund 1100 Euro für seine Reise aus. Doch wie gewissenhaft sind wir beim Thema Reiseversicherung? Ehrlich gesagt investiert man das Geld doch lieber in ein paar Mojitos als diverse Versicherungen abzuschließen. Passiert schon nix!

Eine schlechte Idee, denn im Falle eines Notfalles kann eine Krankheit oder ein Unfall nicht nur den Urlaub vermiesen, sondern auch ein schwarzes Loch im Börserl verursachen. „Die E-Card ist im Ausland oftmals hinfällig, weil Privatkliniken oder Ärzte meistens nicht mit Sozialversicherungen abrechnen“, erklärt Lisa Reisenhofer vom ÖAMTC Graz-West. Eine Nacht im Krankenhaus kostet um die 1.500 Euro, ein Hotelarzt mindestens 100 Euro pro Behandlung. Das Limit der meisten Kreditkarten ist auf 10.000 Euro beschränkt und da die Beträge meist vor Ort bezahlt werden müssen, kann man längere Behandlungen im Ausland oft gar nicht bezahlen.

Böse Überraschungen kann man auf jeden Fall mit einer passenden Reiseversicherung verhindern, denn wenn es zu einem Ernstfall kommen sollte, ist es ratsam, vorbereitet zu sein. „Wichtig ist es beim Eintritt eines Leistungsfalles unbedingt die jeweilige Versicherung zu verständigen. So kann abgeklärt werden, was passiert ist und wie am bestmöglichsten geholfen werden kann“, so Reisenhofer. Wichtig sei es auch, dass man sich vor Beginn der Reise eine Kontaktperson mit Nummer und Adresse im Heimatland notiert und auch die eigene Reisepass-Nummer bereit hält.

Damit man aber im Vorfeld schon gut abgesichert ist, sollte man sich am besten die in Österreich für das jeweilige Urlaubsland  empfohlenen Impfungen frühzeitig beim Hausarzt holen. Außerdem ist es immer ratsam, die gewohnten Medikamente gut geschützt in einer Reiseapotheke mitzuführen.

Speziell für Allergiker kann eine Reise ins Ausland eine große Hürde sein. Vor allem bei Lebensmittelunverträglichkeiten gestaltet sich die Menüauswahl in fremdsprachigen Ländern schwierig. Abhilfe schaffen kann hier das neue Allergiewörterbuch des ÖAMTC, welches gratis zum Download auf der Website verfügbar ist. „Im Allergiewörterbuch sind alle möglichen Unverträglichkeiten in zehn Sprachen aufgelistet. Das Wörterbuch kann man sich zu Hause ausdrucken, und dann dem Kellner im Urlaubsland vorlegen“, erzählt Lisa Reisenhofer.

Mit so vielen Tipps kann der Urlaub doch nur zur schönsten Zeit des Jahres werden!

Bis dann und schönen Urlaub,

Melanie

Summer Vibes

Heiß, heißer, Berlin! Endlich hat der Sommer auch die Hauptstadt erreicht und wir können morgens getrost das Haus ohne Regenschirm verlassen. Kurze Hosen, lange Nächte und jede Menge Eis stehen uns im Sommer 2016 bevor. Klingt soweit alles gut, wären da nicht 10 Kleinigkeiten, die einem die gute Laune verderben können…

10 Dinge, die am Sommer schrecklich sind

 

1.Öffentliche Verkehrsmittel

Du stehst auf schwitzende, sich aneinander reibende Körper mit viel nackter Haut? Nimm doch einfach die Ring-Bahn zur Mittagszeit. Auch toll ist es, wenn man den anderen Fahrgästen maximal bis zur Brust reicht, dann hat man ganz besonders frische Luft. Achja, und wenn man dann noch den Wagon erwischt, in dem eine alte Dame mit ihrem haarenden Hund sitzt, ist das so wie ein Sechser im Lotto. Aber ernsthaft, wie kann der verdammte Hund eigentlich noch Haare am Körper haben, wenn ich aus denen, die an meinem Bein kleben, ein Mammut basteln könnte?

2.Make-Up

Eyeliner sitzt, der Lippenstift hält auch und los geht’s. Blöd nur, dass man nach zwei Minuten in der Sonne eher an einen Panda erinnert als an Marylin Monroe. Der Malkasten eines Kindergartenkindes hat eine weniger breite Farbpalette als mein Gesicht. Gut, dann wird eben Make-up boykottiert. Ich muss mich Gott sei Dank selbst nicht sehen, also viel Spaß meiner Umwelt.

3.Breite Schenkel

Sie sind nicht nur meganervig, sondern leider auch schmerzhaft: Aufgescheuerte Oberschenkel-Innenflächen. Ein Problem, welches nichts mit Übergewicht zu tun hat. Wenn man als Frau gerne Röcke und Kleider trägt, kann das schnell unangenehm werden.  Was ihr dagegen tun könnt? Hier bitte: Tipps gegen scheuernde Oberschenkel

4.Sandalen mit Socken

Es schmerzt das Herz, wenn man Männer mit Socken und Sandalen sieht. Bei Frauen habe ich jedoch null Verständnis für diese Sünde. In Birkenstock-Schuhen besonders reizend. Hat ein bisschen was von #wokeuplikethis. Warum tut man sowas, wenn es so schöne Sommersandalen gibt?

5.Heiße Nächte

An alle Berliner in Dachgeschoss-Wohnungen: Haltet durch! Die Hitze ist meist schon nicht im Erdgeschoss auszuhalten. Wenn dann aber die Sonne gefühlte 24 Stunden auf die Wohnung prahlt, ist das weniger angenehm. Abends im Bett sind die Tropen nichts dagegen. Aber hey, man kann damit angeben, dass man eine Sauna zu Hause hat!

6.Sport

Meiner Meinung nach macht Sport sowieso wenig Spaß. Im Sommer werden Joggen, Rad fahren oder ähnliche Sportarten aber zur Hölle. Da hilft es nur, entweder früh aus dem Bett herauszukommen oder sich bei 1747 Grad zu quälen.

7.Drölfzigtausend  Grad

Der Sommer ist toll und das warme Wetter natürlich auch. Jedoch sind Temperaturen jenseits von Gut und Böse nicht nur unangenehm, sondern können auch gefährlich werden. Hitzschlag, Sonnenstich oder allgemeines Unwohlsein sind dann nervige Begleiterscheinungen des Sommers. Da hilft es nur, sich möglichst im Schatten aufzuhalten.

8.Warmes Essen

Gekochtes Essen generell schmeckt im Sommer nur halb so gut wie im Winter. Wenn man dann aber auch noch Essen mitnehmen muss beziehungsweise transportieren will, ist das eine unschöne Sache. Das kleinere Übel ist dann noch warmes Obst, das größere Übel die vergessene Schokolade in der Tasche…

9.Sonnenbrand

Trotz 100 Liter Sonnenmilch: Der Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft, sondern bleibt uns auch meistens bis in den Winter durch Streifen erhalten. Abends im Bett wünscht man sich, dass die Kühltruhe etwas größer wäre, damit man darin schlafen könnte.

10.Bienen, Wespen & Co.

Ob beim Grillen, im Freibad oder einfach nur in der Stadt: Insekten sind immer vertreten. Natürlich sind sie nützlich, jedoch verfluche ich sie meistens. Vor allem Allergiker leben in ständiger Angst! Wenn Bienen Fett saugen würden, wäre so ein Stich noch erträglich…

Dann wünsche ich Euch trotzdem einen schönen Sommer!

Melanie