Ist es wirklich wünschenswert, dass Journalisten Models beleidigen dürfen?

 „Aber diese Schenkel sind einfach nicht Mode, sie sind zu fett.“

Wow, okay. Als ich letzten Sonntagabend durch meinen Facebook-Feed scrollte, erregte ein Post besonders meine Aufmerksamkeit: „Ist es wirklich wünschenswert, dass Models dick sein dürfen?“ Ein Meinungsartikel der WELT von der Autorin Inga Griese. Wenn ihr auf den Link klickt, kommt ihr direkt zum Artikel!

Grundsätzlich hat mich die Überschrift des Artikels nicht überrascht. Ein paar Leser mit einer kontroversen Frage ködern und ab geht die Post. Standard. Aber beim Lesen hatte ich eher das Gefühl, dass die Autorin genau so viel Lust hatte, den Text zu schreiben, wie auf eine Weisheitszahn-OP. Auch das schockierte mich jetzt weniger, es gibt journalistisch gesehen natürlich spannendere Aufgaben als einen Meinungsartikel über „dicke“ Frauen zu schreiben.

Aber der Abschnitt des Artikels schockierte mich dann doch:

„Und jetzt mal ehrlich: Die Oberschenkel sind furchtbar. Man kennt die Sorte nur zu gut im Zusammenhang mit zu kurzen Shorts in Disneyland Orlando. Dies ist kein Bashing gegen Dicke. Warum auch. Zumal dick ebenso wie dünn oftmals subjektiv eingeschätzt wird.

Aber diese Schenkel sind einfach nicht Mode, sie sind zu fett. Man darf das noch sagen in Europa. In den USA würde man wahrscheinlich wegen Diskriminierung verklagt.“ – Inga Griese

Ist es etwa in Mode, andere zu beleidigen? Und dann im nächsten Atemzug zu sagen, dass es doch kein „Bashing“ sei? Außerdem sollte Frau Griese als Chefredakteurin des Stil-Magazins ICON sehr wohl wissen, was nun in Mode ist.

Bodyshaming

Bodyshaming ist nie cool. Egal welcher Herkunft. Man sagt niemanden, dass er zu dick sei. Außer man ist Arzt und hat eine berechtigte Sorge! Natürlich sagt man im Gegenzug auch niemanden, dass er/sie mehr essen sollte, weil jemand zu „dünn“ ist. Das ist nicht hilfreich und bringt der angesprochenen Person durchaus wenig. Frau Griese, bitte merken Sie sich das!

Außerdem verstehe ich nicht, wie man vor allem als Frau, gegen „fette Oberschenkel“ wettern kann. Meine Güte, wir sind Menschen, Frauen haben Cellulite und nicht jede hat Modelbeine wie Heidi Klum. So schön es auch wäre!

Ich finde auch, dass Schönheit meist durch Ausstrahlung und Selbstwertgefühl bestimmt wird als durch Makel zerstört. Ashley Graham geht hier mit gutem Beispiel voran.

Frauen wird seit Jahren vorgebetet, wie sie zu sein haben und wie sie aussehen müssen. Bei Männer ist das immer etwas lockerer, Hauptsache, das Gehalt stimmt. Was natürlich auch nicht gut ist. Aber hey, es ist leichter, viel zu verdienen, als sein ganzes Leben lang jeden Tag wie frisch aus den Ei gepellt auszusehen und sich auch so zu benehmen!

Niemand sagt, dass man sich Models als Vorbild nehmen muss und ich glaube heutzutage hat sich die Rolle des Vorbilds ziemlich geändert. Selten sind es wirklich Models.

Der Beruf des Models

Model aber ist, das wird gern vergessen, ist ein Beruf. Mit bestimmten Anforderungen“, schrieb Inga Griese. Gut, ergibt Sinn, damit meinte sie aber, dass zum Beispiel Ashley Graham diesen Anforderungen nicht entspricht.

Das Einzige, was an Ashley Graham vielleicht nicht einem Model entspricht, sind die „typischen“ Modelmaße. Sonst präsentiert, post und verkauft sie sich selbst wie jedes andere Model. Vielleicht manchmal sogar besser als andere, aber das ist Geschmackssache.

Mode sollte für alle da sein, und nicht bei einer bestimmten Kleidergröße anfangen oder aufhören. Für mich als Käuferin ergibt es logischerweise mehr Sinn, wenn ich ein Kleidungsstück an Ashley Graham oder anderen PlusSize Models sehe als an einem Victoria Secret Engel. Aus dem einfachen Grund, da ich dann so viel leichter einschätzen kann, wie es an mir aussehen könnte. Wenn ich ein Kleid an Bella Hadid sehe, fällt es mir schon um einiges schwerer. Geschweige denn, ob der Designer überhaupt meine Größe produziert hat.

Und jetzt kommen wir zum springenden Punkt: Modeist füralle da. Wir müssen uns alle irgendwie etwas anziehen, und wer ist denn nicht gerne geschmacklich passend angezogen?

Die Modebranche hat nun langsam verstanden, dass es auch Größen jenseits der 32 gibt. Da mit dem anderen Extrem anzufangen, ergibt natürlich Sinn, aber wo bleiben die „Durchschnittsgrößen“? Warum werden immer nur gewisse Köperformen und -größen präsentiert? Ist ein Model mit Größe 38 oder 40 vielleicht zu normal?

Anstatt sich über „dicke“ Models auszulassen, sollte man vielleicht besser für mehr Vielfalt innerhalb der Modewelt appelieren. Denn dann haben wir alle was davon, auch die kleinen Mädchen, die dann weder Size Zero noch Plus Size nacheifern „müssen“.

Bleib du selbst,

Melanie

Anmerkung: Meinungsartikel, nicht alle Aspekte wurden im Text angesprochen.

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#metoo

Falls sich jemand eine krasse Story erwartet: Hier seid ihr falsch, ihr müsst eigentlich gar nicht mehr weiterlesen.

Die Schauspielerin Alyssa Milano („Charmed – Zauberhafte Hexen“) rief mit dem Hashtag #MeToo eine regelrechte Welle ins Leben, welche sich schon mehr als einen Monat im Internet hält. Grund dafür: Filmproduzent Harvey Weinstein, der in seiner Karriere fast um die 40 Frauen sexuell belästigt und sogar eine davon vergewaltigt haben soll.

Der Aufruf an sexuell belästigte, missbrauchte oder vergewaltigte Frauen durch Alyssa Milanos vor circa einem Monat stürmt auch heute noch das Internet und es hagelt  Tweets, Facebook-Posts oder Instagram-Bilder, in denen Frauen von ihren Vorfällen zum Thema berichten. Nun könnte man meinen, dass dieser „Trend“ nicht nur ein positives Beispiel für den Feminismus ist, sondern auch, dass den Männern einmal ordentlich die Leviten gelesen werden. Könnte man.

Wo hört flirten auf und wann fängt die sexuelle Belästigung an?

Eine Vergewaltigung ist eine absolut furchtbare Tat und darf auf keinen Fall unbestraft bleiben. Genauso wie Missbrauch und andere schlimme Vorfälle.  Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Aber ein „Hallo Schöne“ oder eventuell auch eine unabsichtliche, unpassende Berührung durch einen Mann als Verbrechensdelikt einzuordnen, katapultiert die Frauenwelt  wieder 60 Jahre zurück hinter den Herd. Damals hat sich anscheinend auch fast keine getraut, den Mund aufzumachen, wenn ihr etwas nicht gepasst hatte.

Spätestens seit dem Fall Kachelmann sollte man vielleicht darüber nachdenken, dass nicht immer die Frau das Opfer ist. Auch das Leben von Männern kann durch solche Aussagen zerstört werden. Und nicht selten ist der Akt der Rache der letzte Ausweg, den eine Person wählt.

Es ist nicht in Ordnung, dass Männer sich das nehmen, was sie wollen und Frauen eben dazu gehören. Es ist aber auch nicht in Ordnung, dass sich Frauen selbst in Opferrollen drängen und alle Männer zu Verbrecher machen. Denn das ist es nämlich, was Männern auch oft die Macht über Frauen gibt, die ihnen aber (un)bewusst zugespielt wurde.

Die Ideologie des Feminismus hat auch nichts mit Männerhass zu tun, sondern zielt die Gleichberechtigung von Mann und Frau an. Durch solche Trends, die oft als Sieg des Feminismus abgestempelt werden, zerstören sich die Frauen oft selbst den Traum der Gleichberechtigung. Das ist nur meine Meinung, ich weiß, dass das auch sehr viele Frauen da draußen anders sehen.

Vielleicht hatte ich in meinen 21 Jahren Lebenszeit einfach nur Glück oder ich empfinde manche Aussagen einfach nicht so schnell als sexuelle Belästigung wie andere. Denn nach langem Nachdenken ist mir noch kein Moment eingefallen, wo ich im Nachhinein sagen könnte, dass ich sexuell belästigt wurde. Eher taten mir die Männer Leid, die ich vielleicht einmal etwas schärfer darauf angesprochen habe, dass sie mir vielleicht beim Reden ins Gesicht und nicht aufs Dekolleté schauen sollten. Fällt doch auch schon unter sexuelle Belästigung, oder? Suprise, suprise: Den meisten Männern ist es nämlich eher peinlich, wenn man sie darauf anspricht!

Wie auch immer, allen mutigen Frauen, die ihre #MeToo-Geschichte geteilt haben, den vollsten Respekt. Allen anderen, die sich damit Aufmerksamkeit, Rache oder 10-Sekunden-Fame erreichen wollten, wünsche ich, dass sie NIE in so eine Situation kommen müssen, die wirklich ein Leben zerstören kann.

Und übrigens, seid lieb zu den Männern, die können es gerade gebrauchen 😉

Bis bald,

Melanie

Wer braucht noch Feminismus?

„Feministinnen sind doch nur irgendwelche Kampflesben, die Männer hassen und sonst nichts zu tun haben“, Zitat einer Facebook-Bekannten von mir, die sich vor kurzem mit diesen Worten unter einem Zeit-Online-Artikel äußerte. „Heftig!“, dachte ich mir damals. Zu mehr war ich leider nicht im Stande, weil ich ziemlich erschüttert über so viel Hass in einem Kommentar war. Denn grundsätzlich hat sich die Gute selbst damit beschimpft. Meiner Meinung nach ist es nämlich nicht möglich, eine Frau und keine Feministin zu sein.

Oberkörperfreie Frauen die mit selbstgemalten Plakaten irgendwelche Straßen stürmen, und Männerhasserinnen: Das sind meist die ersten Gedanken die einem in den Sinn kommen, wenn man an Feministinnen denkt. Traurig, dass diese Bewegung von einem furchtbaren Klischee überschattet wird. Denn Feminismus ist nicht gleich Feminismus: Radikaler Feminismus, Gleichheitsfeminismus oder Marxistischer Feminismus sind nur Beispiele für Strömungen innerhalb des Überbegriffes Feminismus. Die eigentliche Definition des Wortes lautet aber so:

Feminismus ist eine Ideologie und gesellschaftliche Bewegung, die die Gleichberechtigung der Frau in allen Lebensbereichen und eine Veränderung der gesellschaftlichen Rollen von Frauen anstrebt.

Und die oben genannte Gleichberechtigung fängt schon bei ganz kleinen Dingen an. Wenn man in der Stadt unterwegs ist und gezielt darauf achtet, wird einem auffallen, dass wenn sich Personen entgegenkommen, hauptsächlich Frauen ausweichen werden. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, habe ich es als lächerliche Theorie abgetan. Trotzdem versuche ich immer öfter einfach NICHT auszuweichen und siehe da: Ich wurde noch nie so oft angerempelt, und dass größtenteils von Männern.

Ein weiteres Phänomen ist das „Manspreading“, also die gespreizte Beinhaltung beim Sitzen von Männern in Verkehrsmitteln. Schon einmal als Frau mit zwei Männern auf der Rückbank eines Autos eine Fahrt genossen? Die beiden Herren könnten noch so dünn sein, die Dame wird trotzdem am wenigsten Platz haben. Und warum? Weil sich die Frau auch selbst am wenigsten Platz nehmen wird.

Und nun kommen wir zum eigentlichen Grundproblem: Frauen werden zum schwächeren Geschlecht erzogen, obwohl sie weder dümmer noch wirklich schwächer sind. Nicht die Männer stacheln dieses Ungleichgewicht in der Gesellschaft an, sondern eben die Frauen, die sich wortlos unterordnen. Dieses Unterordnen kann man in vielen Lebenslagen und auch alltäglichen Dingen, wie oben genannt, erkennen. Ein ewiger Kreislauf!

Deshalb ist es für mich unverständlich, wie Frauen sagen können, dass Feminismus völliger Schwachsinn ist. Feminismus besteht eben nicht nur aus Alice-Schwarzer-Zitaten und Demonstrationen, sondern für das einstehen der eigenen Rechte. Und diese eigenen Rechte beziehen sich nicht nur auf das Wahlrecht und eine faire Entlohnung, sondern auch auf ganz alltägliche Dinge. Eine Frau kann ihre Rechte fordern und sie selbst sein, ohne dass sie ihre Weiblichkeit verliert. Feminismus sollte nicht gebraucht werden, sondern ganz selbstverständlich sein, so dass in utopischer Zukunft vielleicht wirklich keiner mehr nötig ist.

Bis bald,

Melanie

 

Alltagsgeschichten 2.0

„Dann such‘ ihn doch einfach auf Facebook!“ Ein gut gemeinter Ratschlag meinerseits, den ich nur allzu oft der einen oder anderen Freundin auf den Weg mitgegeben habe. Grundsätzlich geht es in diesen Gesprächen um Männer, die wir entweder gar nicht kennen oder nur einmal im Leben getroffen haben. „Aber ich kann ihm da nicht einfach so schreiben!“, ist dann der Protest. „Doch klar, weniger peinlich als ihn so anzusprechen.“ 1:0 für mich.

Aber Moment einmal! Habe ich mir in den letzten Jahren eigentlich jemals selbst zugehört? „Weniger peinlich als ihn so anzusprechen“? Was stimmt denn nicht mit mir?

Zurück zu meinen Freundinnen und damit auch indirekt zu mir: Aus Erfahrung wird in solchen Akutfällen recherchiert. Vom Wohnort bis zum Stammbaum und damit zur Blutgruppe: Das Internet weiß alles und vergisst nichts. Dass das „Problem“ mit einer kurzen, zwischenmenschlichen Interaktion aus der Welt geschaffen wäre, interessiert natürlich niemanden. Eigentlich dumm, denn man weiß zwar ziemlich viel über jemanden, aber ob dieser „jemand“ auch Interesse seinerseits aufbringt, weiß man natürlich nicht.

Als 90er-Kind gehört man zum Testmodell der Internetabhängigen. Wenn man mit einem Handy aufwächst, ist es plötzlich ganz komisch sich vorzustellen, wie sich die Leute früher kennengelernt haben. „Hi, du siehst nett aus. Willst du einen Kaffee mit mir trinken gehen?“, unvorstellbar, dass das einst funktioniert hat. Ich meine, natürlich würde es heute auch noch funktionieren. Aber wer macht das noch so?

Ehrlich gesagt, ich bin jedes Mal schwer beindruckt, wenn mich jemand aus dem Nichts einfach so anspricht und ernsthaft Interesse zeigt. Meistens traue ich mich dann gar nicht, abweisend zu sein, weil ich vom Mut der anderen Person echt geblendet bin. Nicht, dass das so oft vorkommen würde. Sagen wir es so: Ich wurde schon öfter angeschrieben als angesprochen. Traurig aus zwei Gründen: Erstens, weil Menschen beim Schreiben immer anders sind, als in der Realität und zweitens, weil ein Gespräch länger in Erinnerung bleibt als eine kurze Textnachricht.

Ich will jetzt auf keinen Fall das Internet als etwas Schlechtes abstempeln. Es gibt schließlich auch viele Leute, die sich genau darüber erst gefunden haben. Aber es macht etwas ganz Normales, also das Kennenlernen einer Person, ganz komisch. Vielleicht sollten wir das altmodische Kennenlernen zu einem neuen Trend machen. Nachdem Choker, Schlaghose und Co. schließlich auch wieder am Markt sind, warum denn nicht?  Und falls jemand einen Rat von mir braucht: Sprich ihn an! Gern geschehen.

Bussi Baba,

Melanie

Alltagsgeschichten 1.0

Letzten Mittwoch musste ich noch einige Lebensmittel im Supermarkt besorgen. Keine Angst, das hier wird kein Supermarkt-Haul, wie man so schön sagt. Milch, Obst und Kekse- das Übliche halt. Ich will eigentlich auf etwas ganz Anderes hinaus…

Es war schon ziemlich spät und ab 22 Uhr hat in dem Supermarkt, den ich regelmäßig besuche, nur mehr eine Kassa geöffnet. Meist fällt dann aber noch halb Berlin ein, das sie genau in diesem Supermarkt noch etwas besorgen müssen. Deshalb sind die Wartezeiten an der Kasse auch überdurchschnittlich lang. Gut für mich, denn so hatte ich genug Zeit, um die Leute dort genauer zu mustern. Vor mir in der Schlange stand jedenfalls ein gutaussehender Twenty-Something. Schwarze Haare, blaue Augen: Seine Eltern haben für dieses genetische Werk auf jeden Fall einen Orden verdient. Er legte sein Bier auf das Band, machte kurz ein Foto von seinen (anscheinend) neuen Schuhen und checkte danach sein Handy.

Als der junge Herr dann endlich an der Reihe war, mussten sich er und der Kassierer erstmal standesgemäß mit Handschlag und einem „Yo Diggi, was geht?“ begrüßen. Soweit eine ganz normale Alltagsszene. Während ich also seelenruhig nach meiner Geldbörse in der Tasche suchte, hörte ich mit halben Ohr das Gespräch der beiden, das ungefähr so vom Kassierer ausging:

A: „Triffst du dich immer noch mit der Ollen?“

B:“ Paula? Ja, ab und zu.“

A:“Brudi, die ist fett und hässlich! Da kannste was Besseres haben!“

B:“Ja, ick weiß, aber die macht quasi alles für mich, da beschwer ich mich nicht.“

A:“Davon kannste dir aber auch nichts kaufen.“

In diesem Moment ist mir leider mein Gesichtsausdruck entglitten. Es ist wie Schluckauf, ich kann es einfach nicht kontrollieren. Wenn Idioten in meiner Nähe sind, ist das einfach ein natürlicher Reflex, meine Augen rollen automatisch. Der Kassierer hat das auch mitbekommen, und meinte schulterzuckend und lächelnd „Männergespräche“, nachdem sein Kumpel weg war. Das dieser vom Attraktivitätslevel unter den Gefrierpunkt gefallen ist, sollte selbstverständlich sein. Da helfen die strahlend blauen Augen leider auch nichts.

Wo soll ich nun anfangen? Also im ersten Moment tat mir Paula, wer auch immer sie sein mag, nur unglaublich Leid. Denn anscheinend hat sich die Liebe in ein Arschloch verliebt, dass sie nur ausnutzt. Aber Paula, mach dir nichts daraus, das passiert den Besten, du wirst es auch noch lernen.

Schockierter war ich eher über die primitive Ausdrucksweise und die Einstellung der beiden Jungs. Sind alle Männer so? Wird man als Frau wirklich nur auf das Äußere reduziert? Und warum verdammt nochmal muss man sich in einem Gespräch auf das sprachliche und geistige Niveau eines Neandertalers herunterlassen? Diese Fragen werden mir wahrscheinlich nie ehrlich beantwortet werden, also denke ich besser nicht zu viel darüber nach.

Ich wünsche den beiden Typen auch nichts Schlechtes! Nur, dass jemand einmal so über sie redet, mit dem Unterschied, dass sie es dann zufällig mitbekommen. Da wäre ich dann gerne dabei. Mit Paula.

Karma is a bitch,

Melanie

Brandnew Dating-Tipps 2017

Mädels, packt die Rasierer aus und eure „Hello-Kitty“-BHs wieder ein: Der Frühling steht vor der Tür und so auch Testosteron überlastetes, männliches Material. Vergesst ab heute eure absolut romantische Beziehung mit den „Hallo-bittschon!“-Dönermann zwei Straßen weiter. Denn nur, weil er weiß, das ihr euren Döner ohne Tomaten wollt, muss er nicht unbedingt der sein, der euch um drei Uhr nachts mit drei Promille und nur einen Schuh am Fuß nach Hause bringt. Wir warten jetzt auf Mr. Right, wie er mit seinem schneeweißen Gaul auf uns zugeritten kommt und uns dann gentlemanlike auf einen veganen LowCarb-Chiasamen-Apfelzimt-Shake im Mcfit unserer Wahl einlädt.

Als professionelle Fulltime-Bloggerin könnt ihr euch natürlich vorstellen, an welchem Stress ich derzeit leide: Einladungen zu Events, bei denen nicht mal Z-Promis auftauchen wollen und massenhaft Anfragen für Fototermine von meinem Selfiestick. Zara hat sich übrigens auch bei mir gemeldet. Die meinten, ich soll aufhören, die Marke auf diversen Fotos von mir zu markieren, das wäre rufschädigend. Für mich natürlich. Aber trotzdem finde ich für euch Zeit. Nur für euch, meine geliebten „Bauchfrei-geht-bei-dem-Wetter-schon“-Girls, die noch um halb fünf Uhr morgens zu „All-the-Single-Ladies“ im Club enthusiastisch tanzen, da sie noch auf die Typen hoffen, die Torschlusspanik bekommen und sich an alles ranmachen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Meine Tipps sind so überzeugend, Elyas M’Barek hat seine Perle Ende letzten Jahres nicht umsonst verlassen, nachdem ich ihn mit zwei Cosmopolitan in der Hand und ohne Strumpfhose bei minus 10 Grad über den Weg gelaufen bin. Ihr denkt das ist gelogen? Okay ihr habt Recht, als könnte ich mir zwei Cosmopolitan leisten. Stil ist eben für mich auch 2017 ein Fremdwort.

5 Must-Have-Dating-Tipps für Frauen im Frühling 2017

1.Slow-Motion

Ihr erinnert euch bestimmt an die bekannte „Baywatch“-Szene mit Pamela Anderson? Wenn nicht, dann solltet ihr spätestens jetzt ganz schnell aufhören zu lesen, nicht, das sich eure Eltern über den neu erlernten Wortschatz wundern. Zurück zu Pam: Was soll ich sagen? Bis jetzt dachten wir doch alle, dass ihr blondes Haar und die gemachten Brüste ihre Erfolgsquote bei Männern Nähe drölfzig bringt. Doch in Wirklichkeit ist es der langsame Run, der die Herzen katapultartig in die Höhe schlagen lässt. Aus einem einfachen Grund, denn die rechte männliche Gehirnhälfte arbeitet sehr langsam und muss gewisse Reize erst transportieren. In der Linken geht es übrigens nur um Bier und Fußball, da brauchen wir uns nichts vormachen. Also was merken wir uns? Alles ganz, gaanz, gaaanz langsam machen. Reden, essen, aus der Bahn aussteigen: Es kann so einfach sein. Aber Achtung: Die Grenze zwischen „lasziver Diva“ und „kurz vor dem dritten Schlaganfall“ ist schmal. Sehr schmal.

2.Emanzipation

Es soll sie wirklich geben: Die süßen und schüchternen Mädchen, die auf geheimnisvoller Weise attraktiv wirken und schwer zu haben sind. Das sind auch locker die, die früher das Extra von der „Bravo-Girl!“ geklaut haben, um sich damit freche Flechtfrisuren zu zaubern und in der Schule damit angeben zu können. So wollen wir nicht sein. Wir sollten eher die sein, die auf einen Typen zusteuern, sagen „Hey, ich habe in mein Bett geschissen, darf ich heute bei dir schlafen?“ und danach in einem peinlichen Moment des Schweigens die eigene Nummer gekonnt in sein Handy eintippen. Das ist Emanzipation, meine Damen, ab heute jagen wir!

3.Schminkprofis

Wer euch erzähle möchte, dass ihr ohne Schminke schön ausseht, lügt. Denn entweder sagt das eure Mutter (die muss), Werbung für Kosmetik, die euch natürlich aussehen lassen will (die kann) oder ein Mann, der euch ins Bett kriegen möchte oder blind ist (der muss, kann und hat keine andere Wahl). Was ich eigentlich damit sagen will, ist, das dieses ganze Make-Up-Zeug ziemlich teuer ist und der Trend sich praktisch dreimal täglich ändert. Dass das jetzt in erster Linie nichts mit Männer zu tun hat, ist mir bewusst. Da sich aber nun schon der Großteil der Männer mittlerweile besser mit Beauty auskennt als jede zweite Frau und Bill Kaulitz zusammen, solltet ihr immer die neuesten DM-Kollektionen im Hause haben. Wem das zu teuer ist, der kann sich einfach direkt vor Ort die Testprodukte ins Gesicht klatschen. Außer euch geht es so wie mir und ihr bekommt vom reinem Zuschauen Herpes und Bindehautentzündungen. Dann geht besser ungeschminkt zu Douglas, die waschen ihre Pinsel wenigstens einmal im Monat.

4.“Willst du gelten, mach die selten!“

Oder noch besser: Verschwinde von der Bildfläche. Wenn du erst einmal super offen und direkt warst (siehe Punkt 2), kannst du dich wieder vom Gelände vertschüssen. Denn nichts macht heißer als die „Don’t-care-Attitude“. Du musst unbedingt so wenig „caren“, dass der Typ glaubt, du wärst eine Fata Morgana in seinem Vier-Uhr-Morgens-Suff gewesen. Das heißt konkret, dass du auf keine Nachricht, keinen Anruf und auch keinem Rauchzeichen von ihm antwortest. Fürs Erste, denn dann gehen wir automatisch zu Punkt 5 über…

5. Wie Jürgen Trovato

…und zwar beginnt jetzt der spaßige Teil: Das Stalken. Du hörst nicht damit auf, bis du den dritten Vornamen seines Urgroßcousins aus Guatemala kennst. Erst wenn du das erledigt hast, kannst du so viele Brieftauben auf ihn loslassen, wie du möchtest. Ja, Sms tun’s auch. Die sollten aber eine krasse Aussagekraft haben. „Heyyy“ extra, „Wie geht’s“ extra und das Fragezeichen dann auch noch in einer extra Nachricht. Warum nur einmal in seinem langsamen Gedankengang präsent sein, wenn man es auch permanent kann?

Ihr fragt euch bestimmt, warum es diesmal nur fünf Tipps anstatt der üblichen zehn sind, oder? Erstens werde ich pro Artikel und nicht pro Tipp bezahlt und unter anderem sind fünf Tipps sogar überflüssig, solange du Brüste hast! Falls ihr dennoch Fragen habt, könnt ihr gerne mich oder Bridget Jones kontaktieren, unsere Dating-Tipps ergeben ungefähr gleich viel Sinn, nur das sie mehr Geld damit macht als ich.

Also Mädels, viel Glück,

Eure Melanie

Er steht einfach nicht auf dich? Macht nichts

Mal ehrlich, in dieser kalten und trostlosen Welt sucht man doch nur eines: Den Mann fürs Leben. Oder eben wenigstens jemanden für den Valentinstag. Aber du bist Single und der eine Typ steht einfach nicht auf dich? Absolut kein Problem, denn hier findest du zehn wertvolle Tipps, um einfach unwiderstehlich auf Männer zu wirken. Vergiss  BRAVO, Brigitte und Co.: elitale weiß, wie es geht!

Mit diesen 10 Tipps kriegst du deinen Traumtypen rum:

 1. Bombardiere ihn

Du hast ihm schon die fünfte Whats-App-Nachricht geschickt und es kam noch immer nichts zurück? Obwohl er es gelesen hat? Hast du ihn schon angerufen? Ach wirklich, schon dreimal? Dann mach es noch ein viertes Mal! Schließlich muss er doch wissen, dass es dich noch gibt.

2. Sei direkt

Du triffst dich zum ersten Mal mit einem Typen? Entweder bringst du am besten sofort deine Mutter mit oder du erklärst ihm gleich, wie viele Kinder du mit ihm haben willst. Mit der Frage „Ist das nun was Ernstes zwischen uns?“ nach dem Date machst du übrigens auch nichts verkehrt.

3.Sei aber nicht zu direkt

Wenn du sauer bist, sprich das am besten nicht aus. Vor allem darfst du niemals sagen, warum du sauer bist. Auf die Frage „Was ist denn los?“ reicht ein einfaches „Nichts“. Aber sei unbedingt trotzdem weiter sauer und lass es ihn ordentlich spüren. Nur so bleibst du pflegeleicht.

4. (K)eine Meinung

Er findet Robbenschlachtungen cool? Dann tu das doch bitte auch. Denn ihr seid nun quasi halb zusammen. Also eine Person. Deshalb habt ihr auch eine gemeinsame Meinung. Und das ist seine!

5. Keine Ahnung

Da du nun keine eigene Meinung mehr hast, lässt du ihn entscheiden. „Keine Ahnung, sag du!“, ist ab heute deine neue Lieblingsantwort. Was willst du essen? Wo willst du hingehen? Welchen Film wollen wir ansehen? Du weißt, was zu tun ist.

6. Eifersucht

Wenn du eines in eine neue Beziehung mitbringen musst, dann auf jeden Fall Eifersucht. Was? Ihm schreibt seine Mutter? Sofort blockieren. Denn ab heute bist du die einzige Frau in seinem Leben und das muss so bleiben.

7. Social Media

Ganz wichtig ist es, dass jeder von euch weiß. Deshalb musst du nun auf jeglichen sozialen Plattformen alle Fotos, Beiträge und Markierungen liken. Das kann zwar bis zu fünf Stunden dauern, aber es lohnt sich definitiv. Glaub mir!

8. Social Media 2.0

Wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleiche die Likes von seinem Foto vor 140 Wochen überprüfen und jede Bitch genauer stalken, die dieses Foto geliket hat. Ist sie hässlich, dann kannst du ruhig ein Auge zudrücken und musst ihn ausnahmsweise nicht damit konfrontieren.

9. Check seine Freunde ab

Nein, nicht so, wie du gerade denkst. Lass dir einfach nur schriftlich geben, dass keiner von denen schwul ist. Nicht per Whats App, sondern wirklich schwarz auf weiß auf Papier. Somit hast du später etwas gegen sie in der Hand.

10. Familienfeier

Falls du es dann tatsächlich zu einer Familienfeier geschafft hast, dann kleide dich angemessen. Angemessen im wahrsten Sinne des Wortes, denn dein Rock soll nur das Nötigste bedecken. Warum? Einfach, weil du kannst. Mit Kajal und zwei Dosen Haarspray liegst du übrigens auch nicht falsch.

Falls sich die Herren der Schöpfung nun ungerecht behandelt fühlen: Keine Sorge, ich arbeite derzeit an Tipps für Männer. Den Mädels wünsche ich jedenfalls viel Glück, ihr werdet es brauchen.

Bis dann,

Melanie

Tinderella meets Shrek

Klischees sollte man eigentlich nicht unterstützen. Als ich aber vor ein paar Tagen via Facebook meine Freunde gebeten habe, mir ihre lustigsten Dating-App-Konversationen zu senden, trudelten die Nachrichten von Frauen nur so ein. Schämt euch, ihr in der Männerwelt! Wenn das eure Mutter lesen könnte, was manche von euch an potenzielle Weibchen übermitteln. Aber eines muss man euch lassen, ihr seid oft wahnsinnig kreativ…

10 lustige Dating-App-Fails

 

1. Der Mitteilungsbedürftige

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Also du willst damit jetzt sagen, dass du sportlich, beruflich erfolgreich und beliebt bist? Gratuliere! Ach, und danke für die netten Grüße!

2. Der Flirtprofi

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Flirten, kann er!

 

3. Der Poet

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Kleines Gedicht dazu:

Manchmal würde ich gerne schreien,

doch dann lass ich es lieber sein.

Das ist ungefähr so wie mit dir,

hätt‘ ich doch besser geöffnet ein Bier.

4. Der Ehrliche

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         Diese Dating-App erinnert sogar daran, dass man etwas Nettes schreiben soll. Wie fortschrittlich!

 

5. Die Celebrity-Taktik

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             Ob Jennifer Aniston gerade die selbe Konversation mit Brad Pitt führt?

 

6. Der Bildungsresistente

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Wenn er sich nicht einmal die Mühe macht, ein Satzzeichen zu setzen…

 

7. Der Unkomplizierte

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Er weiß jetzt, wie es nicht geht.

 

8. Der Psycho

 

Es gestaltet sich schwer, in Frieden vegan zu leben..

 

9. Mr. Grey
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Klingt wahrscheinlich auch nur im Film so normal, weil er Millionär ist.

 

10.Der, der nicht aufgeben will

Danke Tinder für die tolle GIF-Funktion!

Wenn ich das so lese, würde ich gerne die Marktlücke schließen, und „Tinder-Benimmkurse“ anbieten. Aber die Idee wurde mir natürlich schon gestohlen, bevor ich sie überhaupt selbst hatte. Wer Tipps braucht, kann sich  an Horst Wenzel und seine „FlirtUniversity“ wenden, denn der weiß (angeblich), wie es geht!

Bis bald,

Melanie

Detox für Dummies

Sie zieren die Titel-Blätter diverser Klatschzeitschriften, Stars schwören auf die entschlackende Wirkung und Fitnessgurus sind durchaus begeistert: Detox-Kuren sollen ein Allheilmittel für unsere gestressten und verpesteten Körper sein. Noch nie davon gehört? Eine Detox-Diät entgiftet den gesamten Organismus und das alles durch eine dreitägige Kur, welche rein aus flüssiger Nahrung besteht. Klingt anstrengend, ist aber laut Internet ganz einfach. Detox für Dummies, sozusagen.

Ich habe mich lang in das Thema eingelesen und es gibt 100 000 Möglichkeiten, seinen Körper zu „säubern“. Detox heißt übersetzt ganz simpel Entgiftung. Hauptsächlich wird die Leber entlastet, als könnte man das Ganze auch Leber-Diät nennen. Klingt halt nicht so fancy. Generell bin ich skeptisch: Wie soll sich mein 20-jähriger Körper innerhalb von drei Tagen von all dem Fast Food, Alkohol, Koffein und sonstigem Mist erholen, den ich ihm in den letzten Jahren zugeführt habe?  Aber probieren geht bekanntlich über studieren. Da ich mich selbst testen will, wage ich mich an das Experiment. Laut Testerinnen und Tester der Detox-Kuren soll der Stoffwechsel angeregt werden, man fühlt sich fitter, eventuell kann man ein paar Kilos verlieren und die Haut soll strahlen. Ich bin gespannt!

Die Vorbereitung

Entschlackung (von Schlacke, einem Verbrennungsrückstand) ist in der Alternativmedizin ein Ausdruck für Maßnahmen, die mutmaßliche Giftstoffe und vermeintlich schädliche Stoffwechselprodukte ausscheiden sollen. Die Wirksamkeit dieser Verfahren ist nicht gegeben, die angenommenen Wirkungsweisen lassen sich nicht nachweisen. (vgl. Wikipedia)

Zugegeben, der Wikipedia-Eintrag erhöht meine Skepsis. Wissenschaftlich gesehen lässt sich also ein Entschlackungsprozess nicht nachweisen. Aber was soll’s, probieren geht über studieren.

Ich habe mich für die Detox-Kur von DEAVITA entschieden, da diese gänzlich aus Säften und Suppen besteht. Es gibt auch andere Methoden, wo man Salate essen darf. Aber wenn, dann will ich alles richtig machen. Deshalb wird es für mich in den nächsten drei Tagen jeweils dreimal täglich Smoothies oder Suppen geben. Die Rezepte habe ich etwas abgeändert, die Ursprungsrezepte könnt ihr auf DEAVITA nachlesen, meine jeweils immer am Ende eines Detox-Tages. Weiteres sollte man mindestens eine Stunde täglich Sport betreiben und sich eine halbe Stunde Ruhe gönnen.

Also auf geht es mit Nutella im halben Gesicht Richtung Supermarkt. Nach zwei Straßen fällt mir auf, dass ich meinen Einkaufszettel zu Hause liegen gelassen habe. Ob diese Kur auch gegen Vergesslichkeit hilft? Jedenfalls habe ich mein Cardio-Programm für heute erfolgreich absolviert. Im Supermarkt angekommen frage ich mich an der Kasse, wieviel man eigentlich in drei Tagen essen kann. Rund 40 Euro kostet mich der ganze Einkauf, also eigentlich ist die Kur nicht für das kleine Budget gedacht. Aber sie soll schließlich auch für den Körper gut sein.

Einkaufsliste:

  • Obst: 15 Bananen, 3 Äpfel, 1/2 Ananas, 1 Zitrone, 5 Orangen, 1 Packung Himbeeren, 1 Packung Heidelbeeren, 3 Nektarinen, 1 Packung tiefgekühlte Erdbeeren, 1 Mango, 2 Avocados
  • Gemüse: 300 g Blattspinat,  1 Packung Cherry-Tomaten, 2 Gurken, 4 Karotten
  • Sonstiges: 0,5 Liter Kokosnusswasser, 1 Bund Petersilie, 1 Knoblauch, 1 Bund Minze

Tag 1

Als um 9 Uhr morgens mein Wecker klingelt, bin ich minder motiviert. Aber wer sich in den Ferien den Wecker stellt, ist selbst Schuld. Damit ich die drei Mahlzeiten pro Tag schaffe, muss ich mir alles gut einteilen.

Meine Detox-Kur startet mit einer Öl-Spülung: Dazu nimmt man 1 EL Sonnenblumenöl in den Mund und lässt das Öl dann 3-5 Minuten lang hin- und herwandern. Danach das Öl ausspucken und erst jetzt Zähne putzen. Diese Prozedur soll die Stoffwechselgifte binden.

Nach meiner Öl-Spülung bereite ich mir ein Glas heißes Wasser mit 1-2 EL Zitronensaft vor. Die Mischung auf nüchternen Magen kurbelt den Stoffwechsel und die Verdauung an.

Während ich mein Zitronenwasser trinke, bereite ich mir mein Frühstück vor: Einen Bananen-Ananas-Blaubeeren-Smoothie (Rezepte s. unten). Der Smoothie selbst schmeckt richtig gut, aber ich bin überrascht, wieviel Saft ich trinken muss. Jedenfalls bin ich danach richtig satt und bereit für die anstehende Hausarbeit. Während ich fleißig meinen Schrank sortiere, merke ich, dass ich nicht so fit bin wie sonst und leichte Kopfschmerzen machen sich bemerkbar. Obwohl ich regelmäßig und viel trinke, scheinen sie nicht verschwinden zu wollen.

Weiter geht es aber mit meinem Mittagessen: Ein weiterer Smoothie, diesmal Mango-Orange, steht auf dem Plan. Ich bin skeptisch, da ein großer Teil dieses Smoothies aus Petersilie besteht, dennoch harmoniert die ganze Kombination recht gut. Danach geht es zum Sport, wobei ich hier trotz Kopfschmerzen meine normale Leistung erbringen kann. Nicht herausragend, aber wenigstens angemessen. Es ist gerade einmal 16 Uhr und nun meldet sich ganz langsam der Hunger. Normalerweise esse ich nach dem Sport immer etwas, heute darf ich aber nicht. Stattdessen gehe ich nach Hause und klatsche mir eine Maske ins Gesicht, denn ich habe gelesen, dass vor allem über die Haut entgiftet wird. Trotzdem habe ich noch immer Hunger. Ich bleibe standhaft, mache mir etwas Detox-Tee und lege mich hin, um mein Buch weiterzulesen.

Gegen 19 Uhr bereite ich dann  die letzte Mahlzeit meines Tages vor: Eine Avocado-Gurken-Suppe. Ich bin etwas schockverliebt, bin mir aber nicht sicher, ob das an der Suppe liegt oder an der Tatsache, dass es meine erste warme Mahlzeit für heute ist. Jedenfalls schmeckt die Suppe super und als „Dessert“ gibt es für mich einen Minz-Zitronen-Tee.

Fazit meines ersten Tages ist, dass Detox eigentlich leichter als gedacht ist. Aber ich muss gestehen, dass ich mir die übelsten Nebenwirkungen ausgemalt habe. Die leichten Kopfschmerzen sind jedoch aushaltbar.Pünktlichst um 21 Uhr bin ich so müde, dass ich diese Seltenheit nutzen werde. Morgen steht mir ein weiterer Detox-Tag bevor!

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Rezepte Tag 1:

Morgens: 1 Banane, ½ Ananas in Würfeln geschnitten, ½ Tasse Blaubeeren, 1 Apfel. Alles pürieren, wenn die Mischung zu dick wird, einfach etwas Wasser dazugeben. Anschließend 2 Tassen Spinat hinzufügen.

Mittags: 2 Tassen Mango mit 2-3 Tassen frisches Orangensaft gut vermischen, etwas Petersilie gehackt hinzufügen. Alles gut pürieren.

Abends: 1 reife Avocado, 1 EL Zitronensaft, 1 Knoblauchzehe, 1 Gurke in Würfeln geschnitten, Minze und Salz nach Geschmack zu einer dicken Suppe pürieren. Eventuell noch etwas Pfeffer hinzufügen. Als Dessert eignet sich ein Minztee mit etwas Zitronensaft.

 

Tag 2

Das Highlight meines Tages war bestimmt mein Abendessen, aber dazu komme ich später.

Heute klingelt mein Wecker um 7.30 Uhr und nach der gleichen Prozedur wie gestern, mit der Öl-Spülung und dem Zitronenwasser, mache ich mich an meinen Frühstücks-Smoothie. Diese Nacht habe ich so schlecht geschlafen, wie schon lange nicht mehr. Ich weiß nicht, ob das an der Kur liegt, oder andere Faktoren mitspielen. Meine Internet-Recherche dazu ergibt jedenfalls nichts.

Ich habe weder Hunger, noch irgendwie sonst Lust auf etwas Essbares, trotzdem trinke ich den Smoothie brav. Danach geht es für mich zum Sport, denn ich möchte nicht den gleichen Fehler wie gestern machen. So kann ich nämlich direkt nach dem Sport mein Mittagessen machen und muss nicht hungrig bis zum Abend warten.

Erst jetzt fällt mir auf, dass meine Kopfschmerzen wie weggeblasen sind. Heute kann ich wirklich behaupten, dass ich mich fit fühle. Jedenfalls gibt es wie geplant meinen Mittags-Smoothie, wobei ich erst jetzt bemerke, dass ich viel zu viel Spinat gekauft habe. Das Rezept muss ich definitiv nochmals abändern. Zum ersten Mal an dem Tag bin ich hungrig, und freue mich über diese „Mahlzeit“.

Nachmittags gehe ich dann kurz einkaufen und  treffe mich mit meinen Onkel. Obwohl um mich herum ständig Essen angeboten wird, und mein Onkel auch genüsslich in einen Bananen-Cashew-Kuchen  beißt, bleibe ich standhaft.

Abends scheint mein Mixer genau soviel Lust wie ich auf diesen Smoothie zu haben- genau gar keine. Deshalb sind die Äpfel auch nicht gänzlich püriert und kleine Stückchen erheitern mir so den Tag. Außerdem habe ich den Smoothie, statt ihn klassische zu trinken, mit dem Löffel gegessen. Psychologischer Trick um meinen Körper etwas vorzutäuschen. Hat funktioniert! Schließlich habe ich abends bei einem Treffen mit Freunden kein Bedürfnis, irgendwas zu essen, obwohl es alle anderen tun.

Fazit meines zweiten Tages ist, dass ich doch standhafter sein kann, als gedacht. Klar habe ich mir öfters pro Tag überlegt, einfach alles sein zu lassen. Aber ich würde mich selbst dafür hassen, wenn ich einfach aufgeben würde. Jedenfalls freue ich mich schon wieder auf feste Nahrung. Langsam machen sich auch Nebenwirkungen bemerkbar, wie zum Beispiel Hautunreinheiten. Jetzt nicht übertrieben schlimm, aber da der Körper doch hauptsächlich über die Haut entgiftet, ist die Reaktion klar. Wenigstens sind die Kopfschmerzen verschwunden!

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Rezept Tag 2:

Frühstück:  2 Bananen, 1 Tasse Blaubeeren, 1 Glas Wasser, 3 Tassen Spinat, etwas Minze.

Mittagsessen: 3 Bananen, 1 Tasse Himbeeren, 1 Tasse Spinat, etwas Petersilie, Wasser. Alles gut vermengen, Spinat am Ende dazugeben.

Abendessen: 3 Bananen, 2 Äpfel, 1 Nektarine, 1 Glas Wasser, 1 Tasse Spinat- alles zerkleinern, am Ende Petersilie geben.

Tag 3

 Wuhuuu, Tag 3, und somit der letzte Tag. Mein Wecker klingelt wieder um 7.30 und es ist erschreckend, wie routiniert man wird. Denn ganz automatisch mache ich die Öl-Spülung und mein heißes Glas Wasser mit Zitrone. Dann bereite ich mir meinen Frühstücks-Smoothie vor, der ganz in Ordnung war. Zuviel wieder einmal, aber ich hatte eigentlich auch keinen Hunger.

Kann man an Muskelkater sterben? Wenn ja, passiert mir das bald. Ich weiß nicht, woran es liegt. Vielleicht an der verminderten Eiweiß-Zufuhr? Denn sonst mache ich alles wie immer. Trotz Muskelkater mache ich aber brav mein Training gemeinsam mit einer Freundin, denn umso mehr wir reden, umso abgelenkter bin ich.

Zu Hause angekommen gibt es mein Mittagessen, was durchaus das beste in dieser Kur war. Alle anderen Smoothies waren immer ziemlich lauwarm, aber dieser war durch die gefrorenen Erdbeeren angenehm kühl. Vorteil für mich, Nachteil für meinen Mixer. Denn der gibt nach 100 g Erdbeeren fast den Geist auf. Dafür hat er eine schöne, cremige Masse geschlagen, die ich mit etwas Kokosnusswasser mische und dann in den Tiefkühler stelle. Keine Ahnung, ob das erlaubt ist, aber ich habe mir quasi Eis gemacht. Etwas Zimt darüber und mein Nachtisch ist fertig.

Ich kann nicht einschätzen, ob ich fitter als sonst bin, jedenfalls habe ich gegen 16 Uhr schon wieder Hunger. Gott sei Dank ist das der letzte Tag! Abends gibt es dann eine Suppe, die auch super schmeckt. Würde ich mir sogar einmal so kochen, auch wenn ich keine Detox-Kur mache.

Fazit meines dritten und somit letzten Tages ist, dass ich einfach nur froh bin. Froh, dass das ganze vorbei ist. Denn so einfach die Mahlzeiten auch zum Zubereiten sind, so dreckiger ist die Küche danach. Außerdem freue ich mich schon wieder auf feste Nahrung!

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Rezept Tag 3:

Frühstück: 3 Bananen, 2 Möhren, 1 Nektarine, Ingwer, 1 Tasse Kokosnusswasser, 1 Tasse Spinat. Karotte und Ingwer fein reiben, Kokoswasser mit den Möhren vermischen, dann Bananen und Ingwer geben, am Ende Spinat, wenn die Masse zu dick wird, dann noch etwas Kokosnusswasser gießen

Mittagsessen: 1 Tassen Erdbeeren, 3 Bananen mit Kokosnusswasser verblenden, 1-2 Tassen Spinat letztens hinzufügen.

Eis: 100 g tiefgekühlte Erdbeeren, 1 Tasse Kokosnusswasser. Alles mixen und mit Zimt verfeinern.

Abendessen: 1 reife Avocado, ½ Cherry-Tomaten, 1 Gurke, 1-2 Tassen Spinat, Kokosnusswasser, Salz, 1 EL Zitronensaft.Kochen und eventuell etwas Pfeffer hinzufügen.

 

Fazit

Hauptsächlich bin ich stolz auf mich. Eben weil ich es durchgezogen habe und sogar standhaft war, als alle um mich aßen. Ob es nun einen Effekt auf meinen Körper hatte, kann ich generell nicht sagen. Das es sich aber irgendwie ausgewirkt haben muss, zeigen die Kopfschmerzen und die leichten Hautunreinheiten. Aber fitter oder gar vitaler fühle ich mich nicht. Es ist alles wie immer. Auch ob ich Gewicht verloren habe, kann ich euch nicht sagen. Ich meide Waagen generell. Hinter dieser Detox-Kur muss auch viel Glauben stecken, und den habe ich nicht. Jedenfalls bin ich froh, einmal eine Detox-Kur probiert zu haben und wer weiß, vielleicht mache ich es wieder. Rein, um meine Disziplin zu testen.

Bis bald,

Melanie

Hi, ich bin der Vater deiner ungeborenen Kinder.

Zu meiner Verteidigung: Ich komme aus einem Kaff, in dem jeder jeden kennt. Einen blöden Anmachspruch zu bringen, gleicht einem Eigentor. Wenn man nicht will, dass die Oma beim nächsten Sonntagskaffee weiß, was man zur Nachbarstochter gesagt hat, sollte man schön den Mund halten.

Umso überraschter war ich natürlich, dass es den Männern in Berlin schlichtweg egal ist, was sie von sich geben. Als Frau muss man definitv keine 90/60/90 haben oder ein perfektes Heidi-Klum-Gesicht, um angesprochen zu werden. Jetzt könnt ihr euch bestimmt denken, wie perplex ich war, als mich zum ersten Mal außerhalb eines Clubs ein Typ angesprochen hat. Aber auch beim Feiern lassen die Berliner und Wahl-Berliner nichts anbrennen:

Die Top 10 der schlechtesten Anmachsprüche, die ich je gehört habe

1.“Du hast Glück: Ich bin Single!“

Nicht nur ich! Sondern auch jede andere Frau auf diesen Planeten, weil sie nicht mit dir zusammen ist.

2.“Entschuldigung, wie spät ist es denn?“ – „17:30 Uhr.“ – „Wenn du Zeit zum Antworten hast, hast du bestimmt auch Zeit auf einen Kaffee?“

Nein. Einfach nein.

3.“Wie wär’s, wenn wir morgen zusammen frühstücken?“

Wie wär’s, wenn du mir einfach aus den Augen gehst?

4.“ Ich beobachte dich schon zehn Minuten lang und habe mich gefragt, wie du heißt?“

Wenn du schon so gerne stalkst, dürfte mein Name kein Problem für dich sein.

5.“Kann man dich kennenlernen?“

Kannst du dich bitte entfernen?

6.“Ich habe zwar meine nicht verloren, kann ich aber trotzdem deine Handynummer haben?“

0600/600600- ruf einfach an.

7.“Ich habe gerade bemerkt, dass du mich nicht bemerkt hast.“

Ohne Worte.

8.“Brauchen wir Chloroform oder geht’s auch ohne?“

Brauche ich Pfefferspray oder gehst du auch ohne?

9.“Darf ich mit dir ein Foto machen?“- „Warum?“- „Ich will mich auch morgen noch an dich erinnern!“

Ja sagen und dann in die Kamera schielen.

10.Absoluter Klassiker und meist ohne Vorwarnung:“ Wow, ich wollte dich wirklich nicht anmachen, aber du hast sooo schöne Augen!“

Lässt sich gleichsetzen mit:“ Ich bin wirklich schüchtern, aber dich musste ich einfach ansprechen.“ oder „Du bist die schönste Frau, die ich heute gesehen habe!“

Ohne diese Männer wäre das Leben doch auch nur wie Pommes ohne Ketchup. Irgendwie langweilig.

Bis zum nächsten Mal,

Melanie