Nach der Frauenverbrennung ist vor der Pest: Podeswa warnt vor Epidemie

 AfD-Abgeordneter Rainer Podeswa ist nicht nur für innovative Ideen bekannt (siehe WELT ), sondern kann auch durch hochmoderne Techniken die Zukunft voraussehen. Wie der Klima-Schützer nun auch zum Retter einer ganzen Nation wird, lesen Sie hier.

„Es kommen schwere Zeiten auf uns zu“, gibt AfD-Mann Rainer Podeswa in einer Pressekonferenz bekannt. „Sobald wir die Frauen verbrannt und die Erderwärmung damit gestoppt haben, wird die nächste Plage unser Land heimsuchen.“ Düstere Aussichten für Deutschland. Doch woher stammt die Information des vermeintlichen Hexenjägers?

„Ich habe mir Tarotkarten um 14,49€ bei Amazon bestellt. Als Prime-Kunde sind die schon am nächsten Tag im Briefkasten. Unfassbar!“, so Podeswa. Was die Karten nun verraten haben, lässt die Bürger seines Stammes in Angst und Schrecken zurück.

„Gestern Abend habe ich das Buch „Hexenhammer“ endlich fertiggelesen und danach war mir langweilig. Eine Schande, dass es von diesem europäischen Standardwerk keine Fortsetzung gibt! Also habe ich Tarotkarten gelegt und mein Ergebnis in der Sonderausgabe von „Tarot-Fans“ um 3,50€ nachgeschlagen. Vor Schreck hätte ich fast die Frauke angerufen, bis mir eingefallen ist, dass wir die auch schon verbrannt haben“, erzählte Podeswa den schockierten Journalisten in Baden-Württemberg.

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Das „Tarot-Buch“ von Rainer Podeswa. Quelle: Tumblr von Rainer Podeswa

 

Doch was genau hat der stellvertretende Fraktionschef in seinen Karten gelesen? „Die Pest! Sie wird kommen und unsere schöne Rasse bedrohen.“ Laut dem Tarot-Anfänger ein Zeichen. Denn hätte er seine wunderbare Gabe nicht genutzt, würden wir ohne Wissen unser „gelobtes Land“ den Plagen aussetzen.

Der selbsternannte Hexenmeister will sich jetzt auf keinen Fall ausruhen: „Wir erleben gerade die Ruhe vor dem Sturm! Ich habe mir heute auch noch die Bibel aus der Stuttgarter Bibliothek ausgeliehen und werde in Zukunft auch weitere Plagen mit meinen Karten voraussagen können.“

Was der Krisenmanagement-Profi leider nicht bedacht hat: Um nach der Pest das deutsche Volk aufrechtzuerhalten, werden Frauen im gebärfähigen Alter benötigt. Die wurden aber heute Nachmittag in Ravensburg am Scheiterhaufen verbrannt.

Menschen Museum Berlin

Alle Präparate dieser Ausstellung sind echt. Sie stammen von Menschen, die zu Lebzeiten darüber verfügt haben, dass ihr Körper nach dem Ableben dauerhaft konserviert und in dieser Ausstellung für die Ausbildung zukünftiger Generationen verwendet werden darf. […] Dafür sind wir Ihnen zu tiefem Dank verpflichtet.“

Dankbarkeit. Etwas, das in unserer modernen Welt schon lange zu kurz kommt. Wir leben zu schnell, essen zu viel und schlafen zu wenig. Das wir aber eigentlich aus „Zufall“ hier sind, und uns nur ein Körper für dieses Leben gegeben wurde, vergessen wir viel zu oft. Auch wenn unsere Knochen stärker als Stahl sind, wir machen uns selbst kaputt mit schlechter Ernährung oder durch gebrochene Herzen.

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Die Ausstellung „Körperwelten“ von Dr. Gunter von Hagens im Berliner Menschen Museum am Alexanderplatz fasziniert nicht nur Mediziner, sondern ist für Jung und Alt gedacht. Das Werk des deutschen Arztes soll zur Aufklärung der Öffentlichkeit beitragen, ohne das die Identität der Spender Preis gegeben wird.

Natürlich kann man darüber diskutieren, ob es verwerflich ist, tote Körper und vor allem Babys auszustellen. Doch um etwas wirklich verstehen zu können, muss man es gesehen haben.

Bis bald,

Melanie

„Meine Mama hat NEIN gesagt…“

„Der April macht was er will!“- Dieses Sprichwort passt nicht nur zum derzeitigen Wetter, sondern auch zu den April-Kindern. Zum Leiden meiner Eltern habe ich als nun mittlerweile 21-jähriges „Aprilkind“ schon immer gemacht, was ich will. Nun dürfte man meinen, dass das in meinem Alter langsam kein Problem mehr sein sollte. Als unglaublich selbständige und grundlegend Erwachsene dachte ich das auch, bis ich meine Füße seit zwei Wochen wieder unter dem Tisch meiner Eltern baumeln lasse…

10 Sätze, die ich ständig zu Hause hören muss

 

1.“Um (beliebige Uhrzeit einfügen) bist daheim!“

Ja Mama. Okay Mama. Darf ich bitte dein Auto haben, Mama?

 

2.“Trink ja nichts beim Fortgehen!“

Wurde mittlerweile mit „Trink nicht zu viel, wir gehen morgen um 12 Uhr essen“ ersetzt.

 

3.“Mit wem fahrst’n du dann mit? Wie lange hatt’n der schon den Führerschein?“

Nachdem bei den meisten meiner Freunde die Fahrschule ebenfalls einige Jahre zurückliegt, wird die letzte Frage immer zur mathematischen Meisterleistung.

 

4.“ Das isst du jetzt eh net, oder? Das Essen ist in zehn Minuten fertig!“

Ganz langsam und andächtig schiebe ich mir dann trotzdem den letzten Bissen in den Mund…

 

5.“Wie schaut’s denn im Bad wieder aus?“

Schon die Meisterleistung in meinem Gesicht gesehen? Dementsprechend sieht es aus!

 

6.“Du warst damals so liiiiab ungeschminkt/ mit deiner Naturhaarfarbe.“

Bei diesem Satz muss ich immer furchtbar aufpassen, dass mein Konter nicht frecher als geplant ausfällt.

 

7.“Es ist kalt draußen, nimm die Jacke mit!“

Natürlich nehme ich sie dann nicht mit. Ratet mal, wer dann halb erfriert?

 

8.“Wie schaust’n du aus? Kannst dir nichts Normales anziehen?!“

Jaja, ich geh mich schon wieder umziehen.

 

9.“Aufstehen, du verschlafst den ganzen Tag!“

Um 9. Am Sonntag.

10.“Jetzt benimm dich und pass bis’l auf was du sagst!“

Oh scheiße, ja sicher, ´tschuldige!

Trotz meines Alters oder genau deshalb höre ich dann doch öfters auf meine Familie, als mein 15-jähriges Ich gedacht hätte. Mit dem Alter wird man angeblich doch weiser. Oder in meinem Fall nur ein Stückerl‘ größer!

Bis bald,

Melanie

 

 

 

 

Felix fliegt nun ohne Fallschirm

Felix wer? Ach stimmt, der Baumgartner, der seine Freundin gerne in ein Möbelstück verwandelt, wenn es einmal schnell gehen muss. Als Stratosphärenspringer kann es vorkommen, dass die Sauerstoffversorgung des Gehirns zu kurz kommt. Bei 39 Kilometer im freien Fall auf die Erde könnte natürlich durchaus Schlimmeres passieren. Blöd nur, wenn der eigene Weltrekord zwei Jahre später von einem Wissenschafter gebrochen wird und die ganzen Bemühungen umsonst waren…

Was macht man dann? Richtig, man redet über Politik, merkt aber, dass man selbst dafür zu unsympathisch ist und befürwortet eine „gemäßigte Diktatur“, weil man „in einer Demokratie nichts bewegen könne“. Wenn also aus der Politikerkarriere auch nichts wird, bleibt einem nur mehr eines übrig: Ein sexistisches Arschloch auf sozialen Plattformen zu werden. Respekt, funktioniert bis jetzt super!

Jüngstes Beispiel ist die Kritik an der Kritik von Puls- 4-Infochefin und Moderatorin Corinna Milborn. Richtig gelesen: Die Kritik an der Kritik. Gehört quasi zum guten, österreichischen Ton. Die Diskussion wurde durch die Osterwerbung von Palmers angestiftet, worauf Corinna Milborn kritisch reagierte. Auf dem Bild sind sechs, nur mit Unterwäsche bekleidete Frauen zu sehen, die bäuchlings in einem schmutzigen Raum auf einem alten Teppich Palmers-Höschen präsentieren. Die Werbung erinnert Frau Milborn an ihre „Recherchen zu Menschenhandel“ und „so eine Ästhetik“ sei für Werbung „sehr unpassend“. Die Krone berichtete unter anderem über ihre Kritik, sowie über das Statement von Bundeskanzlersohn Nikolaus Kern, Journalistin Nina Horaczek und weiteren Persönlichkeiten. Den ganzen Artikel der Krone dürfte sich Felix Baumgartner dennoch nicht durchgelesen haben, denn der wetterte prompt auf seiner Facebook-Seite nur über Corinna Milborn:

©Facebook: Felix Baumgartner

Soso, er springt da „gerne mal dazwischen rein“. Frau Milborn kann wirklich froh sein, das er sie nicht sofort anspringen will, sondern nur ihre Figur kritisiert. Aber machen Sie sich nichts daraus, Frau Milborn, kein Wunder, wenn jemand „Born to fly“ ist. Nämlich „Born to fly into a Fettnäpfchen“. Aber vielleicht wird es doch nochmal spannend zwischen den beiden, denn Felix Baumgartner hat „doch sicher die Eier, sich der Diskussion zu stellen“ in der PULS4-Sendung „Pro und Contra“. Bis dahin würde ich ihm nur gerne ans Herz legen, dass „Weltklasse“ ein Substantiv ist und man es groß schreibt. Aber was weiß ich als Frau schon? Ich gehöre in die Küche und zwar als Esstisch-Ersatz.

 Bussi baba,

Melanie

Flirttipps 2017

Unzählige Nachrichten, Kommentare und Rauchzeichen haben mich nach meinem Blog-Post über die Brandnew Dating-Tipps 2017 erreicht. Verständlich, denn, wenn man schon einmal die Chance hat, einen derartigen Flirt-Profi wie mich zu fragen, muss man das auch nutzten. Also vergesst Kai Pflaume und die langweiligen Tipps aus der BRAVO GIRL!, denn hier ergeben sowieso nur die Chiasamen-Rezepte wirklich Sinn. Um euch das Leben zu erleichtern und Peinlichkeiten zu ersparen bekommt ihr nun die restlichen fünf Tipps, um den Mann eurer Träume endgültig an euch zu binden.

5 Wege um sich erfolgreich einen Mann zu angeln

1.Im Büro

Die Chancen, nach diesem Flirtversuch wieder normal arbeiten gehen zu können, stehen auf 50/50. Deshalb suche dir am besten eine große Firma aus, in der du NICHT arbeitest und auch nie arbeiten willst. Hol dir morgens zwei Becher Kaffee, einen für dich und auf dem anderen schreibst du deine Adresse und eine Uhrzeit darauf. Nun gehst du in das Büro und suchst dir den erstbesten, gutaussehenden Single-Mann aus. Single-Männer erkennst du übrigens an den ungebügelten Hemden! Du steuerst also auf ihn zu, drückst ihm den Kaffeebecher in die Hand und sagst zwinkernd: „Den brauchst du heute, wird eine lange Nacht.“ Eventuell kann es auch helfen, ein paar halogene Pilze in dem Kaffee zu mischen. Dank mir später!

2.Im Park

Anstatt sonntags sich zum hundertsten Mal „Bridget Jones“ und elf Liter Eis reinzuziehen, erfreuen wir uns ab heute an der schönen Natur. Dazu brauchst du eine handelsübliche Gießkanne, wenn du zu geizig bist, kannst du dir auch eine vom nächstbesten Friedhof „leihen“. Damit gehst du nun in den Park und suchst dir einen Mann aus, der alleine im Gras liegt. „Ganz unabsichtlich“ natürlich, überschüttest du ihn dann mit Wasser, am besten von oben bis unten. Nachdem du dich dann Anstandshalber entschuldigt hast, sagst du mit Unschuldsmiene:“ Ich glaube, du musst dich jetzt leider ganz ausziehen. Sonst wirst du noch krank bei diesem Wetter!“ Seine Telefonnummer gehört quasi schon dir.

3.Im Supermarkt

Einkaufen ist super langweilig und anstrengend? Ab heute nicht mehr! Wer hätte gedacht, dass man sich nirgendwo leichter einen Mann angeln kann, als hier. Suche dir auch hier wieder ein Single-Objekt aus. Life-Hack: Es sind meist Männer, die nur Bier und Fertigprodukte im Einkaufswagen haben. Nun nimmst du dir schnell eine Packung Kondome aus dem Regal und schreibst deine Nummer darauf. Danach lässt du sie vor seinen Augen in seinen Einkaufswagen fallen und sagst lasziv:“ Dafür geht das Essen heute Abend auf mich.“ Er wird dich sowas von Anrufen!

4.Im Fitnessstudio

In jedem Fitnessstudio gibt es immer mindestens einen attraktiven Mann. Außer du besuchst ein Frauen-Fitnessstudio. Dann tut es mir leid für dich! Diesen attraktiven Mann bittest du jedenfalls darum, dir ein Gerät zu zeigen. Du hast Brüste und bist eine Frau, also warum sollte er Nein sagen? Davor solltest du aber auf jeden Fall auschecken, welchen Spind er hat. Nachdem er dir alles erklärt hat, verschwindest du ganz schnell und klebst einen Zettel an seinen Spint, mit deiner Telefonnummer und dem Satz: „Ich muss dir auch noch etwas zeigen!“ Das kommt null komisch rüber und lässt dich geheimnisvoll wirken. Das Fitnessstudio solltest du aber trotzdem wechseln!

5.Zu Hause

Wie zu Hause? Das geht doch gar nicht? Und wie das geht! Falls du also übertrieben faul sein solltest und alle anderen Tipps für dich nur mit unglaublicher Mühe verbunden wären, dann wirst du diesen Life-Hack lieben. Du bestellst dir einfach eine Pizza beim Lieferservice deiner Wahl und machst nackt die Tür auf. Voila, mehr musst du nicht machen. Wenn der liebe Pizzabote dich aber nicht will, liegt es bestimmt nicht an dir, sondern an seiner sexuellen Orientierung. Nicht verzagen, du kannst diese Strategie so oft ausprobieren wie du möchtest, solange du den Anbieter jedes Mal wechselst. Good Luck!

Ihr seht, 2017 wird DAS Flirtjahr und alles nur durch meine zertifizierten Tipps! Vergesst Tinder & Co, ist doch fürchterlich, wie sich die Leute auf solchen Apps benehmen. Der Richtige wird euch schon noch in eure Arme fallen, nicht umgekehrt, meine Damen!

Bis bald,

Melanie

Alltagsgeschichten 1.0

Letzten Mittwoch musste ich noch einige Lebensmittel im Supermarkt besorgen. Keine Angst, das hier wird kein Supermarkt-Haul, wie man so schön sagt. Milch, Obst und Kekse- das Übliche halt. Ich will eigentlich auf etwas ganz Anderes hinaus…

Es war schon ziemlich spät und ab 22 Uhr hat in dem Supermarkt, den ich regelmäßig besuche, nur mehr eine Kassa geöffnet. Meist fällt dann aber noch halb Berlin ein, das sie genau in diesem Supermarkt noch etwas besorgen müssen. Deshalb sind die Wartezeiten an der Kasse auch überdurchschnittlich lang. Gut für mich, denn so hatte ich genug Zeit, um die Leute dort genauer zu mustern. Vor mir in der Schlange stand jedenfalls ein gutaussehender Twenty-Something. Schwarze Haare, blaue Augen: Seine Eltern haben für dieses genetische Werk auf jeden Fall einen Orden verdient. Er legte sein Bier auf das Band, machte kurz ein Foto von seinen (anscheinend) neuen Schuhen und checkte danach sein Handy.

Als der junge Herr dann endlich an der Reihe war, mussten sich er und der Kassierer erstmal standesgemäß mit Handschlag und einem „Yo Diggi, was geht?“ begrüßen. Soweit eine ganz normale Alltagsszene. Während ich also seelenruhig nach meiner Geldbörse in der Tasche suchte, hörte ich mit halben Ohr das Gespräch der beiden, das ungefähr so vom Kassierer ausging:

A: „Triffst du dich immer noch mit der Ollen?“

B:“ Paula? Ja, ab und zu.“

A:“Brudi, die ist fett und hässlich! Da kannste was Besseres haben!“

B:“Ja, ick weiß, aber die macht quasi alles für mich, da beschwer ich mich nicht.“

A:“Davon kannste dir aber auch nichts kaufen.“

In diesem Moment ist mir leider mein Gesichtsausdruck entglitten. Es ist wie Schluckauf, ich kann es einfach nicht kontrollieren. Wenn Idioten in meiner Nähe sind, ist das einfach ein natürlicher Reflex, meine Augen rollen automatisch. Der Kassierer hat das auch mitbekommen, und meinte schulterzuckend und lächelnd „Männergespräche“, nachdem sein Kumpel weg war. Das dieser vom Attraktivitätslevel unter den Gefrierpunkt gefallen ist, sollte selbstverständlich sein. Da helfen die strahlend blauen Augen leider auch nichts.

Wo soll ich nun anfangen? Also im ersten Moment tat mir Paula, wer auch immer sie sein mag, nur unglaublich Leid. Denn anscheinend hat sich die Liebe in ein Arschloch verliebt, dass sie nur ausnutzt. Aber Paula, mach dir nichts daraus, das passiert den Besten, du wirst es auch noch lernen.

Schockierter war ich eher über die primitive Ausdrucksweise und die Einstellung der beiden Jungs. Sind alle Männer so? Wird man als Frau wirklich nur auf das Äußere reduziert? Und warum verdammt nochmal muss man sich in einem Gespräch auf das sprachliche und geistige Niveau eines Neandertalers herunterlassen? Diese Fragen werden mir wahrscheinlich nie ehrlich beantwortet werden, also denke ich besser nicht zu viel darüber nach.

Ich wünsche den beiden Typen auch nichts Schlechtes! Nur, dass jemand einmal so über sie redet, mit dem Unterschied, dass sie es dann zufällig mitbekommen. Da wäre ich dann gerne dabei. Mit Paula.

Karma is a bitch,

Melanie

Veränderung mit Folgen

Der Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung ist längst kein Geheimnis mehr. Die Metaphylaxe, sprich die prophylaktische Behandlung von allen Tieren im Stall wenn ein Krankheitsfalls auftritt, gehört zur Betriebsroutine. Verständlich, aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Was macht dieses Antibiotika mit dem menschlichen Körper nach dem Verzehr? Können wir wirklich eine „Antibiotikaresistenz“ entwickeln?

Vorweg: Nicht der Mensch selbst wird resistent, sondern die Krankheitserreger können durch Antibiotika nicht mehr abgetötet werden. Einfach zusammengefasst bedeutet das, dass Bakterien über die Jahre hinweg einen Schutzmechanismus entwickelt haben, um ihren Stamm vor dem Aussterben zu bewahren. Quasi eine Mutation mit Folgen!

Laut einer Studie der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben rund 70.000 Menschen weltweit an den Folgen von Infektionen mit multiresistenten Keimen. Besonders gefährdet sind hierbei Babys, ältere Menschen, AIDS-Patienten, Organempfänger oder Krebspatienten, die aufgrund einer Chemotherapie stark geschwächt sind.

Diese Patienten bekommen meist Reserveantibiotika, also Antibiotika die Ärzte verschreiben, wenn es keine andere Möglichkeit der Behandlungsform gibt. Diese Arzneimittel werden als „besonders wichtig für den Menschen“ eingestuft, und müssen daher möglichst selten in Verwendung kommen.  Laut WELT handelt sich um Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone, die Menschen bei hartnäckigen Harn- und Atemwegsinfektionen verschrieben werden, und um Cephalosporine der dritten und vierten Generation, also neuere Medikamente.

Nun zur eigentlichen Problematik: Wenn in großen Mastbetrieben Tiere erkrankt sind,  muss schnell und effektiv gehandelt werden. Ein Tier allein mit Medikamenten zu versorgen ist in diesem Fall sinnlos, da man nicht weiß, welche anderen Tiere noch mit den Erregern infiziert sein könnten. Um hier eine Epidemie zu vermeiden, müssen möglichst alle Krankheitserreger im Betrieb abgetötet werden. Reserveantibiotika vernichten eine große Spannbreite der Bakterien, und sind ein effizienter Lösungsweg. Vorausgesetzt alle Tiere werden mit den Präparaten gefüttert. Umso öfter nun aber diese Reserveantibiotika verwendet werden, umso eher „gewöhnen“ sich die Bakterienstämme und werden resistent. Das führt nun einerseits dazu, das Reserveantibiotika nicht mehr alle Bakterien abtöten können und andererseits zu einem veränderten Bakterienstamm, der für Mensch und Tier gefährlich werden kann.

In Deutschland ist die Verordnung der Medikamente erlaubt, jedoch ist das Thema ein politischer Streitpunkt. Der deutsche Agrarminister Christian Schmidt (CSU) sprach sich 2016 im ARD-Morgenmagazin gegen ein Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung aus. Es sei „rechtlich und medizinisch nicht möglich“, jedoch soll der Einsatz von Reserveantibiotika in der Tiermedizin reduziert werden.

Das diverse Bakterien resistent gegen Antibiotika sind, liegt natürlich nicht nur am Fleischverzehr. Auch die häufige oder falsche Einnahme des Medikaments trägt dazu bei. In einer Studie der WHO gab ein Drittel der 9772 Befragten an, das sie die Tabletten nur so lange einnehmen, bis die Symptome abgeklungen sind. Ein fataler Fehler, denn das begünstigt eine Antibiotikaresistenz der Bakterien. Neben der Nahrung und der richtigen Einnahme ist die Hygiene auch ein wichtiger Faktor, nicht nur innerhalb von Krankenhäusern und sanitären Anlagen.

Bis bald,

Melanie

Bemerkenswert

Brandnew Dating-Tipps 2017

Mädels, packt die Rasierer aus und eure „Hello-Kitty“-BHs wieder ein: Der Frühling steht vor der Tür und so auch Testosteron überlastetes, männliches Material. Vergesst ab heute eure absolut romantische Beziehung mit den „Hallo-bittschon!“-Dönermann zwei Straßen weiter. Denn nur, weil er weiß, das ihr euren Döner ohne Tomaten wollt, muss er nicht unbedingt der sein, der euch um drei Uhr nachts mit drei Promille und nur einen Schuh am Fuß nach Hause bringt. Wir warten jetzt auf Mr. Right, wie er mit seinem schneeweißen Gaul auf uns zugeritten kommt und uns dann gentlemanlike auf einen veganen LowCarb-Chiasamen-Apfelzimt-Shake im Mcfit unserer Wahl einlädt.

Als professionelle Fulltime-Bloggerin könnt ihr euch natürlich vorstellen, an welchem Stress ich derzeit leide: Einladungen zu Events, bei denen nicht mal Z-Promis auftauchen wollen und massenhaft Anfragen für Fototermine von meinem Selfiestick. Zara hat sich übrigens auch bei mir gemeldet. Die meinten, ich soll aufhören, die Marke auf diversen Fotos von mir zu markieren, das wäre rufschädigend. Für mich natürlich. Aber trotzdem finde ich für euch Zeit. Nur für euch, meine geliebten „Bauchfrei-geht-bei-dem-Wetter-schon“-Girls, die noch um halb fünf Uhr morgens zu „All-the-Single-Ladies“ im Club enthusiastisch tanzen, da sie noch auf die Typen hoffen, die Torschlusspanik bekommen und sich an alles ranmachen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Meine Tipps sind so überzeugend, Elyas M’Barek hat seine Perle Ende letzten Jahres nicht umsonst verlassen, nachdem ich ihn mit zwei Cosmopolitan in der Hand und ohne Strumpfhose bei minus 10 Grad über den Weg gelaufen bin. Ihr denkt das ist gelogen? Okay ihr habt Recht, als könnte ich mir zwei Cosmopolitan leisten. Stil ist eben für mich auch 2017 ein Fremdwort.

5 Must-Have-Dating-Tipps für Frauen im Frühling 2017

1.Slow-Motion

Ihr erinnert euch bestimmt an die bekannte „Baywatch“-Szene mit Pamela Anderson? Wenn nicht, dann solltet ihr spätestens jetzt ganz schnell aufhören zu lesen, nicht, das sich eure Eltern über den neu erlernten Wortschatz wundern. Zurück zu Pam: Was soll ich sagen? Bis jetzt dachten wir doch alle, dass ihr blondes Haar und die gemachten Brüste ihre Erfolgsquote bei Männern Nähe drölfzig bringt. Doch in Wirklichkeit ist es der langsame Run, der die Herzen katapultartig in die Höhe schlagen lässt. Aus einem einfachen Grund, denn die rechte männliche Gehirnhälfte arbeitet sehr langsam und muss gewisse Reize erst transportieren. In der Linken geht es übrigens nur um Bier und Fußball, da brauchen wir uns nichts vormachen. Also was merken wir uns? Alles ganz, gaanz, gaaanz langsam machen. Reden, essen, aus der Bahn aussteigen: Es kann so einfach sein. Aber Achtung: Die Grenze zwischen „lasziver Diva“ und „kurz vor dem dritten Schlaganfall“ ist schmal. Sehr schmal.

2.Emanzipation

Es soll sie wirklich geben: Die süßen und schüchternen Mädchen, die auf geheimnisvoller Weise attraktiv wirken und schwer zu haben sind. Das sind auch locker die, die früher das Extra von der „Bravo-Girl!“ geklaut haben, um sich damit freche Flechtfrisuren zu zaubern und in der Schule damit angeben zu können. So wollen wir nicht sein. Wir sollten eher die sein, die auf einen Typen zusteuern, sagen „Hey, ich habe in mein Bett geschissen, darf ich heute bei dir schlafen?“ und danach in einem peinlichen Moment des Schweigens die eigene Nummer gekonnt in sein Handy eintippen. Das ist Emanzipation, meine Damen, ab heute jagen wir!

3.Schminkprofis

Wer euch erzähle möchte, dass ihr ohne Schminke schön ausseht, lügt. Denn entweder sagt das eure Mutter (die muss), Werbung für Kosmetik, die euch natürlich aussehen lassen will (die kann) oder ein Mann, der euch ins Bett kriegen möchte oder blind ist (der muss, kann und hat keine andere Wahl). Was ich eigentlich damit sagen will, ist, das dieses ganze Make-Up-Zeug ziemlich teuer ist und der Trend sich praktisch dreimal täglich ändert. Dass das jetzt in erster Linie nichts mit Männer zu tun hat, ist mir bewusst. Da sich aber nun schon der Großteil der Männer mittlerweile besser mit Beauty auskennt als jede zweite Frau und Bill Kaulitz zusammen, solltet ihr immer die neuesten DM-Kollektionen im Hause haben. Wem das zu teuer ist, der kann sich einfach direkt vor Ort die Testprodukte ins Gesicht klatschen. Außer euch geht es so wie mir und ihr bekommt vom reinem Zuschauen Herpes und Bindehautentzündungen. Dann geht besser ungeschminkt zu Douglas, die waschen ihre Pinsel wenigstens einmal im Monat.

4.“Willst du gelten, mach die selten!“

Oder noch besser: Verschwinde von der Bildfläche. Wenn du erst einmal super offen und direkt warst (siehe Punkt 2), kannst du dich wieder vom Gelände vertschüssen. Denn nichts macht heißer als die „Don’t-care-Attitude“. Du musst unbedingt so wenig „caren“, dass der Typ glaubt, du wärst eine Fata Morgana in seinem Vier-Uhr-Morgens-Suff gewesen. Das heißt konkret, dass du auf keine Nachricht, keinen Anruf und auch keinem Rauchzeichen von ihm antwortest. Fürs Erste, denn dann gehen wir automatisch zu Punkt 5 über…

5. Wie Jürgen Trovato

…und zwar beginnt jetzt der spaßige Teil: Das Stalken. Du hörst nicht damit auf, bis du den dritten Vornamen seines Urgroßcousins aus Guatemala kennst. Erst wenn du das erledigt hast, kannst du so viele Brieftauben auf ihn loslassen, wie du möchtest. Ja, Sms tun’s auch. Die sollten aber eine krasse Aussagekraft haben. „Heyyy“ extra, „Wie geht’s“ extra und das Fragezeichen dann auch noch in einer extra Nachricht. Warum nur einmal in seinem langsamen Gedankengang präsent sein, wenn man es auch permanent kann?

Ihr fragt euch bestimmt, warum es diesmal nur fünf Tipps anstatt der üblichen zehn sind, oder? Erstens werde ich pro Artikel und nicht pro Tipp bezahlt und unter anderem sind fünf Tipps sogar überflüssig, solange du Brüste hast! Falls ihr dennoch Fragen habt, könnt ihr gerne mich oder Bridget Jones kontaktieren, unsere Dating-Tipps ergeben ungefähr gleich viel Sinn, nur das sie mehr Geld damit macht als ich.

Also Mädels, viel Glück,

Eure Melanie

Bist deppert?!

Die Nachbarländer Österreichs verbinden die Bewohner des Landes mit typischer Tracht, gutem Essen und einer herausragenden Freundlichkeit. Letzteres wirkt aber meist nur auf Touristen so, denn Österreicher schimpfen und fluchen was das Zeug hält. Ein schlechtes Gewissen haben wir dabei übrigens auch keines, du Dodel!

10 Schimpfwörter, die jeder Österreicher kennt

1.Rotzpippn

Meist eine Umschreibung für besonders freche Kinder. Kann aber auch liebevoll verwendet werden. Wurdest du aber mindestens einmal so früher genannt, kannst du davon ausgehen, dass deine Kindheit toll war und du ziemlich viel erlebt hast.

2.Falscher Fufzger

Wortwörtlich „Falscher Fünfziger“, also Falschgeld. In Österreich aber ein Synonym für eine scheinheilige, falsche Person. „Pass auf, des is a falscher Fufzger!“, hört man nicht selten.

3.Flitscherl

„Leichte“ Frau oder auch Prostituierte. Meist aber eine Frau mit der Moral eines Mannes, wenn ihr versteht, was ich meine.

4.An Klescher hom

Auf Hochdeutsch:“ Einen an der Waffel haben.“ Meist in der Kombination verwendet:“ De Oide hot jo an Klescher!“

5.Schiagnganger

Dieses Wort sollten auch nur Menschen aussprechen, die dem österreichischem Dialekt mächtig sind.  Ihr könnt es zwar versuchen, aber auch dann wird es sich nie so anhören, wie es eigentlich sollte. Die Grundübersetzung dazu lautet aber „Petze“.

6.Sauwabn

Wiederum eine Beschimpfung für eine besonders dumme, nervige Frau. Lässt sich auch mit „depperte Bixn“, „Funsn“ oder „blede Fuffi“ umschreiben.

7.Keifn

Entweder ein ständig bellender Hund oder eine ständig schimpfende (meist ältere) Frau. Wie ihr merkt: Schimpfwörter für Frauen gibt es wie Sand am Meer.

8.Tschopperl

Einfach jemand, der etwas dumm und tollpatschig ist. Kann aber auch nett gemeint sein, und muss nicht unbedingt als Schimpfwort dienen.

9.Kraxn

Schimpfwort für ein altes Auto, welches hin und wieder den Geist aufgibt und nicht mehr so funktioniert, wie man will. Übrigens: Wenn jemand sagt, dass er „neiche Reifen“ hat, kann derjenige auch seine neuen Schuhe damit meinen und nicht zwingend die neue Auto-Ausstattung.

10.Wappla

Das wohl bekannteste, österreichische Schimpfwort. Der „Wappla“ ist einfach ein sehr dummer Mensch ohne logischem Verstand.

Genug gelernt für heute! Wer noch mehr schimpfen will, muss entweder nach Österreich fahren oder sich das Wörterbuch „Der kleine Wappler“ holen. Vielleicht seid ihr bald richtige Aunzahra in diesem Gebiet!

 

Bussi Baba,

Melanie

 

Love whatever you love

„Love your curves“- Selten eine Kampagne ging so nach hinten los, wie das derzeitige Werbeplakat vom Modekonzern Zara. Darauf zu sehen: Zwei gertenschlanke, junge Frauen. Ob man diese nun schön findet, oder eben nicht, ist Geschmackssache. Was aber außer Frage steht, ist, dass die beiden Models nicht zu den Plus-Size-Girls gehören, die diese „Kurvenpromotion“ eigentlich vertreten.

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Prompt hagelte es heftige Kritik und einen krassen Shitstorm im Internet. Die Marketing-Abteilung von Zara dürfte dennoch nicht überrascht gewesen sein. Es kann mir niemand erzählen, dass das keine geplante PR-Masche war. Übrigens hat die Sportmarke Nike fast zur gleichen Zeit eine ähnliche Kampagne gestartet, nur mit dem Unterschied, dass die Models hier auch dem „Plus-Size-Klischee“ entsprechen.

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©Nike

Nichtsdestotrotz werfen diese Fotos wieder unzählige Debatten auf: Einerseits verleiten solche Kampagnen viele junge Frauen und Männer dazu, sich selbst verzerrt zu sehen, obwohl sie normalgewichtig sind. Andererseits ist es auch kein Geheimnis, dass unsere Gesellschaft immer adipöser wird, und die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland laut der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) steigt. Das starkes Übergewicht oder auch Untergewicht nun kein Segen für die Gesundheit ist, dürfte auch keine neue Erkenntnis sein.

Ich habe lange recherchiert und natürlich gibt es unzählige Studien. Die einen wollen uns erzählen, das ein BMI im unterem Normalbereich (also von 19) der Schlüssel zur ultimativen Gesundheit ist. Die anderen Wissenschaftler schwören darauf, dass ein leicht erhöhter BMI (27-28) uns länger leben lässt und Krankheiten wie Alzheimer vorbeugen, wenn nicht sogar verhindern kann. Zitieren will ich von diesen Studien aber keine, da ich ehrlich gesagt trotz, oder auch genau wegen des vielen Lesens keine Ahnung habe, was hier nun der Wahrheit entspricht.

Deshalb kann ich nur so viel sagen: Was nun „gesünder“ ist, muss jeder für sich selbst bestimmen. Meist gibt der Körper einen Signale, falls etwas nicht stimmen sollte. Ein bisschen Sport und etwas auf die Ernährung achten: Es ist wirklich so einfach, man braucht keine Wunderheilmittel oder ähnliches, um gesund zu sein. Und dünn oder schlank bedeutet auch auf keinen Fall gesund, sowie dick nicht automatisch faul und krank bedeuten muss. Jedoch spielt die Optik für die meisten Leute eine viel größere Rolle, als die Gesundheit. In diesem Fall gibt es auch so viele Schönheitsideale, wie es Menschen auf dieser Welt gibt. Meiner Meinung nach verändert die Werbung dieses Denken nur zu einem kleinen Teil. Ich persönlich werde Ashley Graham immer attraktiver als Heidi Klum finden. Viele werden mir hier aber widersprechen. Was auch grundsätzlich okay ist, ich hasse es nur, wenn man mir vorbeten möchte, was ich schön finden soll und was eben nicht. Danke, das schaffe ich nämlich noch ganz gut alleine.

Also Zara, ich habe eine neue Idee für euch: Wie wäre es, wenn ihr eure nächste Werbung unter dem Motto „Love your body“ stellt? Und vielleicht dann eine bunte Vielfalt an Figurtypen in eure Jeans steckt? Euch fällt auch bestimmt keine Zacke aus der Krone, wenn ihr dann auch Größen jenseits der 42 verkaufen müsstet…

Love yourself,

Melanie