„Meine Mama hat NEIN gesagt…“

„Der April macht was er will!“- Dieses Sprichwort passt nicht nur zum derzeitigen Wetter, sondern auch zu den April-Kindern. Zum Leiden meiner Eltern habe ich als nun mittlerweile 21-jähriges „Aprilkind“ schon immer gemacht, was ich will. Nun dürfte man meinen, dass das in meinem Alter langsam kein Problem mehr sein sollte. Als unglaublich selbständige und grundlegend Erwachsene dachte ich das auch, bis ich meine Füße seit zwei Wochen wieder unter dem Tisch meiner Eltern baumeln lasse…

10 Sätze, die ich ständig zu Hause hören muss

 

1.“Um (beliebige Uhrzeit einfügen) bist daheim!“

Ja Mama. Okay Mama. Darf ich bitte dein Auto haben, Mama?

 

2.“Trink ja nichts beim Fortgehen!“

Wurde mittlerweile mit „Trink nicht zu viel, wir gehen morgen um 12 Uhr essen“ ersetzt.

 

3.“Mit wem fahrst’n du dann mit? Wie lange hatt’n der schon den Führerschein?“

Nachdem bei den meisten meiner Freunde die Fahrschule ebenfalls einige Jahre zurückliegt, wird die letzte Frage immer zur mathematischen Meisterleistung.

 

4.“ Das isst du jetzt eh net, oder? Das Essen ist in zehn Minuten fertig!“

Ganz langsam und andächtig schiebe ich mir dann trotzdem den letzten Bissen in den Mund…

 

5.“Wie schaut’s denn im Bad wieder aus?“

Schon die Meisterleistung in meinem Gesicht gesehen? Dementsprechend sieht es aus!

 

6.“Du warst damals so liiiiab ungeschminkt/ mit deiner Naturhaarfarbe.“

Bei diesem Satz muss ich immer furchtbar aufpassen, dass mein Konter nicht frecher als geplant ausfällt.

 

7.“Es ist kalt draußen, nimm die Jacke mit!“

Natürlich nehme ich sie dann nicht mit. Ratet mal, wer dann halb erfriert?

 

8.“Wie schaust’n du aus? Kannst dir nichts Normales anziehen?!“

Jaja, ich geh mich schon wieder umziehen.

 

9.“Aufstehen, du verschlafst den ganzen Tag!“

Um 9. Am Sonntag.

10.“Jetzt benimm dich und pass bis’l auf was du sagst!“

Oh scheiße, ja sicher, ´tschuldige!

Trotz meines Alters oder genau deshalb höre ich dann doch öfters auf meine Familie, als mein 15-jähriges Ich gedacht hätte. Mit dem Alter wird man angeblich doch weiser. Oder in meinem Fall nur ein Stückerl‘ größer!

Bis bald,

Melanie

 

 

 

 

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Felix fliegt nun ohne Fallschirm

Felix wer? Ach stimmt, der Baumgartner, der seine Freundin gerne in ein Möbelstück verwandelt, wenn es einmal schnell gehen muss. Als Stratosphärenspringer kann es vorkommen, dass die Sauerstoffversorgung des Gehirns zu kurz kommt. Bei 39 Kilometer im freien Fall auf die Erde könnte natürlich durchaus Schlimmeres passieren. Blöd nur, wenn der eigene Weltrekord zwei Jahre später von einem Wissenschafter gebrochen wird und die ganzen Bemühungen umsonst waren…

Was macht man dann? Richtig, man redet über Politik, merkt aber, dass man selbst dafür zu unsympathisch ist und befürwortet eine „gemäßigte Diktatur“, weil man „in einer Demokratie nichts bewegen könne“. Wenn also aus der Politikerkarriere auch nichts wird, bleibt einem nur mehr eines übrig: Ein sexistisches Arschloch auf sozialen Plattformen zu werden. Respekt, funktioniert bis jetzt super!

Jüngstes Beispiel ist die Kritik an der Kritik von Puls- 4-Infochefin und Moderatorin Corinna Milborn. Richtig gelesen: Die Kritik an der Kritik. Gehört quasi zum guten, österreichischen Ton. Die Diskussion wurde durch die Osterwerbung von Palmers angestiftet, worauf Corinna Milborn kritisch reagierte. Auf dem Bild sind sechs, nur mit Unterwäsche bekleidete Frauen zu sehen, die bäuchlings in einem schmutzigen Raum auf einem alten Teppich Palmers-Höschen präsentieren. Die Werbung erinnert Frau Milborn an ihre „Recherchen zu Menschenhandel“ und „so eine Ästhetik“ sei für Werbung „sehr unpassend“. Die Krone berichtete unter anderem über ihre Kritik, sowie über das Statement von Bundeskanzlersohn Nikolaus Kern, Journalistin Nina Horaczek und weiteren Persönlichkeiten. Den ganzen Artikel der Krone dürfte sich Felix Baumgartner dennoch nicht durchgelesen haben, denn der wetterte prompt auf seiner Facebook-Seite nur über Corinna Milborn:

©Facebook: Felix Baumgartner

Soso, er springt da „gerne mal dazwischen rein“. Frau Milborn kann wirklich froh sein, das er sie nicht sofort anspringen will, sondern nur ihre Figur kritisiert. Aber machen Sie sich nichts daraus, Frau Milborn, kein Wunder, wenn jemand „Born to fly“ ist. Nämlich „Born to fly into a Fettnäpfchen“. Aber vielleicht wird es doch nochmal spannend zwischen den beiden, denn Felix Baumgartner hat „doch sicher die Eier, sich der Diskussion zu stellen“ in der PULS4-Sendung „Pro und Contra“. Bis dahin würde ich ihm nur gerne ans Herz legen, dass „Weltklasse“ ein Substantiv ist und man es groß schreibt. Aber was weiß ich als Frau schon? Ich gehöre in die Küche und zwar als Esstisch-Ersatz.

 Bussi baba,

Melanie

Flirttipps 2017

Unzählige Nachrichten, Kommentare und Rauchzeichen haben mich nach meinem Blog-Post über die Brandnew Dating-Tipps 2017 erreicht. Verständlich, denn, wenn man schon einmal die Chance hat, einen derartigen Flirt-Profi wie mich zu fragen, muss man das auch nutzten. Also vergesst Kai Pflaume und die langweiligen Tipps aus der BRAVO GIRL!, denn hier ergeben sowieso nur die Chiasamen-Rezepte wirklich Sinn. Um euch das Leben zu erleichtern und Peinlichkeiten zu ersparen bekommt ihr nun die restlichen fünf Tipps, um den Mann eurer Träume endgültig an euch zu binden.

5 Wege um sich erfolgreich einen Mann zu angeln

1.Im Büro

Die Chancen, nach diesem Flirtversuch wieder normal arbeiten gehen zu können, stehen auf 50/50. Deshalb suche dir am besten eine große Firma aus, in der du NICHT arbeitest und auch nie arbeiten willst. Hol dir morgens zwei Becher Kaffee, einen für dich und auf dem anderen schreibst du deine Adresse und eine Uhrzeit darauf. Nun gehst du in das Büro und suchst dir den erstbesten, gutaussehenden Single-Mann aus. Single-Männer erkennst du übrigens an den ungebügelten Hemden! Du steuerst also auf ihn zu, drückst ihm den Kaffeebecher in die Hand und sagst zwinkernd: „Den brauchst du heute, wird eine lange Nacht.“ Eventuell kann es auch helfen, ein paar halogene Pilze in dem Kaffee zu mischen. Dank mir später!

2.Im Park

Anstatt sonntags sich zum hundertsten Mal „Bridget Jones“ und elf Liter Eis reinzuziehen, erfreuen wir uns ab heute an der schönen Natur. Dazu brauchst du eine handelsübliche Gießkanne, wenn du zu geizig bist, kannst du dir auch eine vom nächstbesten Friedhof „leihen“. Damit gehst du nun in den Park und suchst dir einen Mann aus, der alleine im Gras liegt. „Ganz unabsichtlich“ natürlich, überschüttest du ihn dann mit Wasser, am besten von oben bis unten. Nachdem du dich dann Anstandshalber entschuldigt hast, sagst du mit Unschuldsmiene:“ Ich glaube, du musst dich jetzt leider ganz ausziehen. Sonst wirst du noch krank bei diesem Wetter!“ Seine Telefonnummer gehört quasi schon dir.

3.Im Supermarkt

Einkaufen ist super langweilig und anstrengend? Ab heute nicht mehr! Wer hätte gedacht, dass man sich nirgendwo leichter einen Mann angeln kann, als hier. Suche dir auch hier wieder ein Single-Objekt aus. Life-Hack: Es sind meist Männer, die nur Bier und Fertigprodukte im Einkaufswagen haben. Nun nimmst du dir schnell eine Packung Kondome aus dem Regal und schreibst deine Nummer darauf. Danach lässt du sie vor seinen Augen in seinen Einkaufswagen fallen und sagst lasziv:“ Dafür geht das Essen heute Abend auf mich.“ Er wird dich sowas von Anrufen!

4.Im Fitnessstudio

In jedem Fitnessstudio gibt es immer mindestens einen attraktiven Mann. Außer du besuchst ein Frauen-Fitnessstudio. Dann tut es mir leid für dich! Diesen attraktiven Mann bittest du jedenfalls darum, dir ein Gerät zu zeigen. Du hast Brüste und bist eine Frau, also warum sollte er Nein sagen? Davor solltest du aber auf jeden Fall auschecken, welchen Spind er hat. Nachdem er dir alles erklärt hat, verschwindest du ganz schnell und klebst einen Zettel an seinen Spint, mit deiner Telefonnummer und dem Satz: „Ich muss dir auch noch etwas zeigen!“ Das kommt null komisch rüber und lässt dich geheimnisvoll wirken. Das Fitnessstudio solltest du aber trotzdem wechseln!

5.Zu Hause

Wie zu Hause? Das geht doch gar nicht? Und wie das geht! Falls du also übertrieben faul sein solltest und alle anderen Tipps für dich nur mit unglaublicher Mühe verbunden wären, dann wirst du diesen Life-Hack lieben. Du bestellst dir einfach eine Pizza beim Lieferservice deiner Wahl und machst nackt die Tür auf. Voila, mehr musst du nicht machen. Wenn der liebe Pizzabote dich aber nicht will, liegt es bestimmt nicht an dir, sondern an seiner sexuellen Orientierung. Nicht verzagen, du kannst diese Strategie so oft ausprobieren wie du möchtest, solange du den Anbieter jedes Mal wechselst. Good Luck!

Ihr seht, 2017 wird DAS Flirtjahr und alles nur durch meine zertifizierten Tipps! Vergesst Tinder & Co, ist doch fürchterlich, wie sich die Leute auf solchen Apps benehmen. Der Richtige wird euch schon noch in eure Arme fallen, nicht umgekehrt, meine Damen!

Bis bald,

Melanie

Alltagsgeschichten 1.0

Letzten Mittwoch musste ich noch einige Lebensmittel im Supermarkt besorgen. Keine Angst, das hier wird kein Supermarkt-Haul, wie man so schön sagt. Milch, Obst und Kekse- das Übliche halt. Ich will eigentlich auf etwas ganz Anderes hinaus…

Es war schon ziemlich spät und ab 22 Uhr hat in dem Supermarkt, den ich regelmäßig besuche, nur mehr eine Kassa geöffnet. Meist fällt dann aber noch halb Berlin ein, das sie genau in diesem Supermarkt noch etwas besorgen müssen. Deshalb sind die Wartezeiten an der Kasse auch überdurchschnittlich lang. Gut für mich, denn so hatte ich genug Zeit, um die Leute dort genauer zu mustern. Vor mir in der Schlange stand jedenfalls ein gutaussehender Twenty-Something. Schwarze Haare, blaue Augen: Seine Eltern haben für dieses genetische Werk auf jeden Fall einen Orden verdient. Er legte sein Bier auf das Band, machte kurz ein Foto von seinen (anscheinend) neuen Schuhen und checkte danach sein Handy.

Als der junge Herr dann endlich an der Reihe war, mussten sich er und der Kassierer erstmal standesgemäß mit Handschlag und einem „Yo Diggi, was geht?“ begrüßen. Soweit eine ganz normale Alltagsszene. Während ich also seelenruhig nach meiner Geldbörse in der Tasche suchte, hörte ich mit halben Ohr das Gespräch der beiden, das ungefähr so vom Kassierer ausging:

A: „Triffst du dich immer noch mit der Ollen?“

B:“ Paula? Ja, ab und zu.“

A:“Brudi, die ist fett und hässlich! Da kannste was Besseres haben!“

B:“Ja, ick weiß, aber die macht quasi alles für mich, da beschwer ich mich nicht.“

A:“Davon kannste dir aber auch nichts kaufen.“

In diesem Moment ist mir leider mein Gesichtsausdruck entglitten. Es ist wie Schluckauf, ich kann es einfach nicht kontrollieren. Wenn Idioten in meiner Nähe sind, ist das einfach ein natürlicher Reflex, meine Augen rollen automatisch. Der Kassierer hat das auch mitbekommen, und meinte schulterzuckend und lächelnd „Männergespräche“, nachdem sein Kumpel weg war. Das dieser vom Attraktivitätslevel unter den Gefrierpunkt gefallen ist, sollte selbstverständlich sein. Da helfen die strahlend blauen Augen leider auch nichts.

Wo soll ich nun anfangen? Also im ersten Moment tat mir Paula, wer auch immer sie sein mag, nur unglaublich Leid. Denn anscheinend hat sich die Liebe in ein Arschloch verliebt, dass sie nur ausnutzt. Aber Paula, mach dir nichts daraus, das passiert den Besten, du wirst es auch noch lernen.

Schockierter war ich eher über die primitive Ausdrucksweise und die Einstellung der beiden Jungs. Sind alle Männer so? Wird man als Frau wirklich nur auf das Äußere reduziert? Und warum verdammt nochmal muss man sich in einem Gespräch auf das sprachliche und geistige Niveau eines Neandertalers herunterlassen? Diese Fragen werden mir wahrscheinlich nie ehrlich beantwortet werden, also denke ich besser nicht zu viel darüber nach.

Ich wünsche den beiden Typen auch nichts Schlechtes! Nur, dass jemand einmal so über sie redet, mit dem Unterschied, dass sie es dann zufällig mitbekommen. Da wäre ich dann gerne dabei. Mit Paula.

Karma is a bitch,

Melanie

Veränderung mit Folgen

Der Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung ist längst kein Geheimnis mehr. Die Metaphylaxe, sprich die prophylaktische Behandlung von allen Tieren im Stall wenn ein Krankheitsfalls auftritt, gehört zur Betriebsroutine. Verständlich, aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Was macht dieses Antibiotika mit dem menschlichen Körper nach dem Verzehr? Können wir wirklich eine „Antibiotikaresistenz“ entwickeln?

Vorweg: Nicht der Mensch selbst wird resistent, sondern die Krankheitserreger können durch Antibiotika nicht mehr abgetötet werden. Einfach zusammengefasst bedeutet das, dass Bakterien über die Jahre hinweg einen Schutzmechanismus entwickelt haben, um ihren Stamm vor dem Aussterben zu bewahren. Quasi eine Mutation mit Folgen!

Laut einer Studie der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben rund 70.000 Menschen weltweit an den Folgen von Infektionen mit multiresistenten Keimen. Besonders gefährdet sind hierbei Babys, ältere Menschen, AIDS-Patienten, Organempfänger oder Krebspatienten, die aufgrund einer Chemotherapie stark geschwächt sind.

Diese Patienten bekommen meist Reserveantibiotika, also Antibiotika die Ärzte verschreiben, wenn es keine andere Möglichkeit der Behandlungsform gibt. Diese Arzneimittel werden als „besonders wichtig für den Menschen“ eingestuft, und müssen daher möglichst selten in Verwendung kommen.  Laut WELT handelt sich um Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone, die Menschen bei hartnäckigen Harn- und Atemwegsinfektionen verschrieben werden, und um Cephalosporine der dritten und vierten Generation, also neuere Medikamente.

Nun zur eigentlichen Problematik: Wenn in großen Mastbetrieben Tiere erkrankt sind,  muss schnell und effektiv gehandelt werden. Ein Tier allein mit Medikamenten zu versorgen ist in diesem Fall sinnlos, da man nicht weiß, welche anderen Tiere noch mit den Erregern infiziert sein könnten. Um hier eine Epidemie zu vermeiden, müssen möglichst alle Krankheitserreger im Betrieb abgetötet werden. Reserveantibiotika vernichten eine große Spannbreite der Bakterien, und sind ein effizienter Lösungsweg. Vorausgesetzt alle Tiere werden mit den Präparaten gefüttert. Umso öfter nun aber diese Reserveantibiotika verwendet werden, umso eher „gewöhnen“ sich die Bakterienstämme und werden resistent. Das führt nun einerseits dazu, das Reserveantibiotika nicht mehr alle Bakterien abtöten können und andererseits zu einem veränderten Bakterienstamm, der für Mensch und Tier gefährlich werden kann.

In Deutschland ist die Verordnung der Medikamente erlaubt, jedoch ist das Thema ein politischer Streitpunkt. Der deutsche Agrarminister Christian Schmidt (CSU) sprach sich 2016 im ARD-Morgenmagazin gegen ein Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung aus. Es sei „rechtlich und medizinisch nicht möglich“, jedoch soll der Einsatz von Reserveantibiotika in der Tiermedizin reduziert werden.

Das diverse Bakterien resistent gegen Antibiotika sind, liegt natürlich nicht nur am Fleischverzehr. Auch die häufige oder falsche Einnahme des Medikaments trägt dazu bei. In einer Studie der WHO gab ein Drittel der 9772 Befragten an, das sie die Tabletten nur so lange einnehmen, bis die Symptome abgeklungen sind. Ein fataler Fehler, denn das begünstigt eine Antibiotikaresistenz der Bakterien. Neben der Nahrung und der richtigen Einnahme ist die Hygiene auch ein wichtiger Faktor, nicht nur innerhalb von Krankenhäusern und sanitären Anlagen.

Bis bald,

Melanie